Was bedeutet das?
Calcium ist für Vögel lebenswichtig, denn es wird für die Muskeln, die Nerven, den Knochenbau und bei Weibchen für die Bildung der Eischale benötigt. Ein Mangel entsteht, wenn über das Futter zu wenig Calcium oder zu wenig Vitamin D aufgenommen wird, das für die Verwertung nötig ist, oder wenn häufiges Eierlegen die Reserven erschöpft. Besonders gefährdet sind Graupapageien, die zu Calciummangel neigen, sowie legefreudige Weibchen. Ein Mangel macht sich durch Zittern, Schwäche, Gleichgewichtsstörungen, Krämpfe und weichschalige oder ausbleibende Eier bemerkbar. Da Calcium so viele Grundfunktionen des Körpers steuert, kann ein ausgeprägter Mangel rasch bedrohlich werden. Deshalb ist es wichtig, erste Anzeichen wie Zittern oder Schwäche früh zu erkennen und ernst zu nehmen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf typische Anzeichen:
- Zittern und Muskelzucken
- Schwäche, Taumeln oder Stürze
- Krampfanfälle
- weichschalige oder verformte Eier
- häufiges Legen oder einseitige Ernährung
Anzeichen von Calciummangel bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anzeichen eines Calciummangels sollten tierärztlich abgeklärt werden, damit die Ernährung überprüft und der Mangel ausgeglichen werden kann, bevor ernste Folgen entstehen. Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn Ihr Vogel zittert, schwächelt, unsicher steht oder ein Weibchen weichschalige Eier legt. Besonders bei Graupapageien und dauerlegenden Weibchen sollte man wachsam sein. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn es zu Krampfanfällen oder einer hochgradigen Schwäche kommt. Krämpfe sind lebensbedrohlich, deshalb sollten Sie den Vogel dann ohne Verzögerung, notfalls im Notdienst, einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen. Halten Sie ihn bis dahin in einer ruhigen, sicher gepolsterten Umgebung, in der er sich beim Krampfen nicht verletzen kann. Warten Sie in einer solchen Situation nicht ab, da sich der Zustand schnell verschlechtern kann.