Was bedeutet das?
Appetitlosigkeit bedeutet, dass ein Vogel deutlich weniger oder gar nicht mehr frisst. Wegen ihres sehr schnellen Stoffwechsels und der geringen Energiereserven können Vögel schon nach wenigen Stunden ohne ausreichende Nahrung gefährlich auskühlen und unterzuckern. Frisst ein Vogel nicht, steckt fast immer eine Erkrankung dahinter, etwa Schmerzen im Schnabel- oder Kropfbereich, eine Infektion, eine Organerkrankung oder ein allgemeines Krankheitsgefühl. Manchmal spielt auch eine plötzliche Umstellung von Futter oder Umgebung eine Rolle. Weil Vögel Schwäche verbergen und weiter am Futter zu picken scheinen, ohne wirklich etwas aufzunehmen, ist genaues Hinsehen wichtig. Appetitlosigkeit ist bei Vögeln immer ein dringendes Warnsignal, das man keinesfalls einfach abwarten sollte.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie das Fressverhalten genau:
- leere Futterschale, aber kein Kotabsatz
- Vogel spielt nur mit dem Futter, statt es zu fressen
- Gewichtsabnahme
- weniger Kot als sonst
- Mattigkeit und Aufplustern
Appetitlosigkeit bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Appetitlosigkeit ist bei Vögeln immer ein dringendes Warnzeichen. Frisst ein Vogel über mehrere Stunden nichts oder lehnt das Futter ganz ab, sollten Sie noch am selben Tag einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen, da er sonst rasch auskühlt und unterzuckert. Prüfen Sie, ob überhaupt Nahrung aufgenommen wird, indem Sie die Kotmenge beobachten - bleibt auch der Kotabsatz aus, ist das ein weiteres Alarmzeichen. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn der Vogel über Stunden gar nicht frisst und dabei apathisch, aufgeplustert oder auffallend schwach wirkt oder am Boden sitzt. Dann müssen Sie ihn umgehend vorstellen. Halten Sie den Vogel bis zum Termin warm und ruhig, da Wärme dem Auskühlen entgegenwirkt, und drängen Sie ihm kein Futter mit Gewalt auf.