Was bedeutet das?
Haarausfall, fachlich Alopezie, bezeichnet kahle Stellen, an denen das Fell ausfällt, abbricht oder ausgeknabbert wird. Die Stellen können einzeln und begrenzt sein oder sich großflächig ausbreiten. Bei Nagetieren stecken häufig Parasiten wie Milben oder Flöhe sowie Hautpilze dahinter, aber auch hormonelle Störungen, Mangelernährung, Scheuern am Gehege oder Stress kommen infrage. Manchmal knabbern Tiere auch sich selbst oder Artgenossen das Fell ab. Weil sich manche Ursachen wie ein Hautpilz auf andere Tiere oder den Menschen übertragen können, ist eine Abklärung sinnvoll. Achten Sie darauf, ob die kahlen Stellen gerötet, schuppig oder verkrustet sind, ob Ihr Tier sich vermehrt kratzt und ob sich der Bereich weiter ausbreitet.
Worauf Sie achten sollten
Untersuchen Sie die betroffenen Stellen:
- Lage und Symmetrie der kahlen Bereiche
- Schuppen, Krusten oder Rötungen
- Begleitendes Kratzen oder Knabbern
- Veränderungen an Ohren und Nase
Haarausfall bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Breitet sich der Haarausfall aus, kommen gerötete, schuppige oder verkrustete Hautstellen hinzu oder juckt es Ihr Tier stark, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, damit die Ursache festgestellt und behandelt werden kann. Ein Termin ist auch sinnvoll, wenn mehrere Tiere in der Gruppe betroffen sind oder Sie einen ansteckenden Hautpilz vermuten. Je früher die Ursache erkannt wird, desto schneller lässt sich das Fortschreiten stoppen. Ein sofortiger Notfall ist es zwar selten, doch wenn großflächiger Fellverlust mit offenen, entzündeten Wunden oder starker Selbstverletzung einhergeht, sollten Sie zügig eine Praxis aufsuchen. Beobachten Sie bis dahin, ob sich die kahlen Bereiche verändern, und halten Sie das Gehege besonders sauber, um zusätzliche Hautreizungen zu vermeiden.