Was bedeutet das?
Geschwollene Beine sind eine Umfangsvermehrung einer oder mehrerer Gliedmaßen durch Flüssigkeitsansammlung oder Entzündung. Sie können harmlos sein, etwa wenn ein Pferd nach längerem Stehen ohne Bewegung anlaufende Beine zeigt, die sich beim Führen wieder legen. Sie können aber auch auf eine ernste Entzündung hinweisen, zum Beispiel bei einem Einschuss, einer infizierten Wunde, einer Sehnen- oder Gelenkerkrankung. Betroffen sind oft die Fesseln oder der gesamte untere Bereich, manchmal nur ein Bein, manchmal mehrere. Wichtig ist, ob die Schwellung warm und schmerzhaft ist und ob das Pferd lahmt. Weil hinter ähnlichen Schwellungen ganz unterschiedliche Ursachen stehen, ist genaue Beobachtung entscheidend. Achten Sie auf Wärme, Schmerz, Lahmheit und darauf, ob die Schwellung durch Bewegung ab- oder zunimmt.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Begleitzeichen der Schwellung:
- Wärme und Schmerzhaftigkeit
- ein- oder beidseitig
- begleitende Lahmheit
- Fieber
Geschwollene Beine beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei warmer, schmerzhafter Schwellung mit Lahmheit oder Fieber sollten Sie den Tierarzt rufen, denn dann steckt meist eine Entzündung dahinter, die rasch behandelt werden muss. Auch wenn eine Schwellung plötzlich auftritt, nur ein Bein betrifft oder sich trotz Bewegung nicht bessert, ist eine Untersuchung ratsam. Anlaufende Beine ohne Schmerz und Lahmheit sind dagegen meist weniger dringlich, sollten aber im Auge behalten werden. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn ein Bein heiß und stark geschwollen ist und Fieber besteht oder wenn die Schwellung mit hochgradiger Lahmheit einhergeht, bei der das Pferd kaum auftritt. Rufen Sie dann sofort den Tierarzt. Stellen Sie das Pferd bis dahin ruhig und vermeiden Sie erzwungene Bewegung des betroffenen Beins.