Was bedeutet das?
Fieber bedeutet, dass die Körpertemperatur des Pferdes über den Normalbereich von etwa 37,5 bis 38,2 Grad angestiegen ist. Es ist meist ein Zeichen, dass der Körper aktiv gegen eine Infektion oder Entzündung kämpft und seine Abwehr hochfährt. Auslöser können Infektionen durch Viren oder Bakterien sein, aber auch Entzündungen im Körper oder in seltenen Fällen ein Hitzestau. Ein fieberndes Pferd wirkt oft matt, frisst weniger und zieht sich zurück. Die Temperatur lässt sich zuverlässig nur mit einem Thermometer messen, da sich Fieber von außen schwer einschätzen lässt. Weil Höhe und Dauer viel über den Ernst der Lage verraten, ist Ihre regelmäßige Beobachtung und das Messen der Temperatur wichtig, um Veränderungen früh zu erkennen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Begleitzeichen des Fiebers:
- Mattigkeit und Fressunlust
- vermehrtes Schwitzen oder Frieren
- beschleunigte Atmung
- Husten oder Nasenausfluss
Fieber beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei hohem oder über mehr als einen Tag anhaltendem Fieber sollten Sie den Tierarzt verständigen, damit die Ursache abgeklärt und behandelt werden kann. Suchen Sie auch dann Rat, wenn das Pferd zusätzlich schlapp wirkt, deutlich weniger frisst oder trinkt. Warten Sie bei ansteigender Temperatur nicht zu lange ab. Ein sofortiger Notfall besteht, wenn das Fieber sehr hoch ist und über 40 Grad steigt, wenn es mit Atemnot oder Festliegen einhergeht oder wenn das Pferd stark apathisch und teilnahmslos wird – dann ist unverzügliche Hilfe nötig. Sorgen Sie bis dahin für eine ruhige, schattige und gut belüftete Umgebung, bieten Sie frisches Wasser an und messen Sie die Temperatur regelmäßig, um den Verlauf für die Tierärztin oder den Tierarzt festzuhalten.