VetGuru

Lungenentzündung beim Pferd: Anzeichen und was hilft

Pferde★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-10-01

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion mithilfe von KI · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
Sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Was ist das?

Eine Lungenentzündung, medizinisch Pneumonie, ist eine Entzündung des Lungengewebes beim Pferd. In der Lunge findet normalerweise der lebenswichtige Gasaustausch statt, bei dem Sauerstoff ins Blut aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben wird. Bei einer Entzündung schwillt das Gewebe an, und die feinen Lungenbläschen füllen sich mit Flüssigkeit oder Entzündungssekret, sodass die Sauerstoffaufnahme deutlich beeinträchtigt wird. Ausgelöst wird eine Lungenentzündung häufig durch Infektionen mit Bakterien oder Viren, teils begünstigt durch Stress, Transport oder das Verschlucken von Futter. Betroffene Pferde zeigen Fieber, Husten, beschleunigte oder erschwerte Atmung und ein gestörtes Allgemeinbefinden. Da die Sauerstoffversorgung des Körpers gefährdet ist, kann eine Lungenentzündung rasch bedrohlich werden und muss ernst genommen werden.

Typische Anzeichen

Die Entzündung zeigt sich schwer:

  • hohes Fieber
  • erschwerte, beschleunigte Atmung
  • feuchter Husten
  • ausgeprägte Mattigkeit und Fressunlust

Mögliche Ursachen

Verschiedene Auslöser kommen infrage:

  • bakterielle oder virale Infektionen
  • verschlepptes Verschlucken (Aspiration)
  • geschwächtes Immunsystem
  • Folge unbehandelter Atemwegsinfekte

Was Sie tun können

Halten Sie das Pferd ruhig in staubarmer, gut belüfteter Umgebung. Verständigen Sie umgehend den Tierarzt.

Lungenentzündung beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?

Eine Lungenentzündung ist ein Notfall, der rasches Handeln erfordert. Zeigt Ihr Pferd hohes Fieber in Verbindung mit Atemnot, angestrengter oder beschleunigter Atmung und Husten, kontaktieren Sie ohne Abwarten eine auf Pferde eingerichtete Notdienstpraxis oder Pferdeklinik und lassen Sie Ihr Pferd unverzüglich untersuchen. Dasselbe gilt bei Warnzeichen wie bläulich verfärbten Schleimhäuten, ausgeprägter Schwäche oder einem sichtbar mit der gesamten Bauchmuskulatur atmenden Brustkorb. Schildern Sie dabei die Atmung, das Fieber und das Allgemeinbefinden Ihres Pferdes möglichst genau. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, doch wenn niemand erreichbar ist, darf der Anruf die Fahrt zur Klinik nicht verzögern.

Teilen:WhatsAppFacebookX E-Mail