Was ist das?
Die Pferdeinfluenza ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung der Atemwege, ausgelöst durch das Influenza-A-Virus des Pferdes. Das Virus verbreitet sich über Tröpfchen und Kontakt sehr rasch von Pferd zu Pferd, sodass innerhalb kurzer Zeit ganze Bestände erkranken können. Nach der Ansteckung reizt das Virus die Atemwegsschleimhäute und löst hohes Fieber, einen typisch trockenen, harten Husten, Nasenausfluss und deutliche Mattigkeit aus. Besonders gefährdet sind Pferde mit vielen Kontakten, etwa auf Turnieren oder bei häufigem Transport. Meist heilt die Influenza bei Ruhe folgenlos aus, doch bei Belastung während der Erkrankung drohen Komplikationen an den tieferen Atemwegen. Wegen ihrer schnellen Ausbreitung zählt die Pferdeinfluenza zu den bedeutenden ansteckenden Atemwegserkrankungen im Pferdebestand.
Typische Anzeichen
Die Influenza zeigt sich akut:
- plötzliches hohes Fieber
- trockener, bellender Husten
- klarer Nasenausfluss
- ausgeprägte Mattigkeit und Fressunlust
Mögliche Ursachen
Die Verbreitung erfolgt schnell:
- Tröpfcheninfektion über die Luft
- Kontakt zu erkrankten Pferden
- Verschleppung über Personen und Ausrüstung
- fehlender Impfschutz
Was Sie tun können
Isolieren Sie erkrankte Pferde und halten Sie strikte Hygiene ein. Ruhe und gute Haltung unterstützen die Erholung.
Pferdeinfluenza beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Die Pferdeinfluenza ist als dringend einzustufen, weshalb Sie schon bei Verdacht rasch reagieren sollten. Zeigt Ihr Pferd plötzlich hohes Fieber, einen trockenen, bellenden Husten, Nasenausfluss und Mattigkeit, sollten Sie den Tierarzt verständigen und das Pferd sofort von anderen abschotten, um eine Ausbreitung im Bestand zu verhindern. Gönnen Sie ihm strikte Ruhe und vermeiden Sie jede Belastung, da diese die Atemwege schädigen kann. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Fieber anhaltend sehr hoch bleibt, wenn deutliche Atemnot oder erschwerte Atmung auftritt oder wenn das Pferd Futter und Wasser vollständig verweigert; dann holen Sie umgehend tierärztliche Hilfe. Informieren Sie zudem den Stall und andere Pferdebesitzer, damit gefährdete Tiere geschützt und weitere Ansteckungen vermieden werden können.