Was bedeutet das?
Eitriger Scheidenausfluss bedeutet, dass aus der Scheide ein gelblich-grünliches oder blutig-eitriges, häufig übelriechendes Sekret austritt, das sich am Fell oder am Liegeplatz zeigt. Bei unkastrierten Hündinnen kann dahinter eine Gebärmuttervereiterung stehen, eine Entzündung, bei der sich Eiter in der Gebärmutter ansammelt. Sie tritt oft einige Wochen nach der Läufigkeit auf und kann sich rasch verschlechtern. Auch Entzündungen der Scheide oder Erkrankungen im Bereich der Geburtswege können solchen Ausfluss verursachen. Da eine Gebärmuttervereiterung den gesamten Körper belastet und lebensbedrohlich werden kann, sollte eitriger Ausfluss immer zeitnah eingeordnet werden. Achten Sie zusätzlich auf vermehrtes Trinken, Fressunlust, Mattigkeit und einen aufgetriebenen Bauch.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Ausfluss und Allgemeinbefinden und achten Sie auf folgende Punkte:
- Farbe, Menge und Geruch des Ausflusses
- Zeitlicher Zusammenhang mit der letzten Läufigkeit
- Begleitendes vermehrtes Trinken und häufiger Harnabsatz
- Mattigkeit, Appetitverlust oder Erbrechen
- Auffälligkeiten am Bauch wie Auftreibung
Eitriger Scheidenausfluss beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie eitrigen Scheidenausfluss bei einer unkastrierten Hündin zeitnah tierärztlich abklären, da hier eine Gebärmuttervereiterung infrage kommt, die nicht abgewartet werden sollte. Beobachten Sie Farbe, Menge und Geruch des Ausflusses sowie das allgemeine Befinden Ihrer Hündin. Notieren Sie, wann die letzte Läufigkeit war, denn dieser Zusammenhang ist für die Einordnung hilfreich. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn zusätzlich zum Ausfluss deutlich vermehrtes Trinken, ausgeprägte Mattigkeit, Erbrechen oder ein aufgetriebener Bauch mit gestörtem Allgemeinbefinden auftreten. In diesen Fällen kann sich der Zustand rasch verschlechtern, weshalb Sie ohne Verzögerung eine tierärztliche Praxis oder einen Notdienst aufsuchen sollten. Auch ohne Begleitzeichen ist eine baldige Untersuchung ratsam.