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Scheidenentzündung beim Hund: Anzeichen und was hilft

auch: Vaginitis · Entzündung der Scheide · Vaginalentzündung

Hund★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Die Scheidenentzündung, fachlich Vaginitis genannt, ist eine Entzündung der Schleimhaut in der Scheide der Hündin. Sie kann grundsätzlich in jedem Alter auftreten, sowohl bei jungen als auch bei erwachsenen Tieren. Bei der Entzündung ist die empfindliche Schleimhaut gereizt und reagiert häufig mit Ausfluss sowie vermehrtem Lecken im Genitalbereich. Die Beschwerden sind für die Hündin unangenehm und können mit Juckreiz oder einem brennenden Gefühl einhergehen. Die Ursachen reichen von harmlosen Reizungen über hormonelle Einflüsse bis zu Infektionen der Schleimhaut. Manchmal ziehen die Hündinnen dabei vermehrt Rüden an oder rutschen mit dem Hinterteil über den Boden. Für Ihre Hündin bedeutet eine Scheidenentzündung meist ein anhaltendes Unbehagen, das sie durch häufiges Lecken zu lindern versucht, weshalb die Beschwerden abgeklärt werden sollten.

Typische Anzeichen

Die Beschwerden betreffen den Genitalbereich. Achten Sie auf:

  • Ausfluss aus der Scheide, klar, wässrig, schleimig oder eitrig
  • vermehrtes Lecken der Genitalregion
  • Rötung oder Schwellung der Scheide
  • Rutschen mit dem Hinterteil über den Boden
  • vermehrtes Interesse von Rüden

Mögliche Ursachen

Eine Scheidenentzündung kann viele Ursachen haben. Häufige Auslöser sind:

  • bakterielle Infektionen
  • Reizungen durch Harn oder Schmutz
  • hormonelle Einflüsse, etwa vor der Geschlechtsreife
  • Fremdkörper oder anatomische Besonderheiten
  • begleitende Harnwegsbeschwerden

Was Sie tun können

Halten Sie den Genitalbereich Ihrer Hündin sauber und achten Sie auf einen sauberen Liegeplatz. Hindern Sie sie nach Möglichkeit am ständigen Lecken, da dies die Reizung verstärken kann. Beobachten Sie Art und Menge des Ausflusses.

Scheidenentzündung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?

Bei anhaltendem, eitrigem oder blutigem Ausfluss, bei starkem Lecken im Genitalbereich oder bei zusätzlichen Beschwerden beim Wasserlassen sollten Sie eine Tierarztpraxis aufsuchen. Eine Abklärung hilft, die Ursache zu finden und andere Erkrankungen im Genitalbereich abzugrenzen. Auch wenn die Beschwerden immer wiederkehren, Ihre Hündin unruhig wirkt oder den Bereich ständig beleckt, ist eine Vorstellung ratsam. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn hohes Fieber und deutliche Mattigkeit auftreten, wenn Ihre Hündin gar keinen Harn mehr absetzen kann oder wenn ein übelriechender, eitrig-blutiger Ausfluss zusammen mit Apathie auftritt. Solche Anzeichen können auf ein ernsteres Geschehen hindeuten, weshalb Sie in diesen Fällen umgehend eine Tierarztpraxis oder Klinik aufsuchen sollten, damit die Ursache rasch gefunden und behandelt werden kann.

Wann wird es zum Notfall?
  • Hohes Fieber und deutliche Mattigkeit
  • Vollständige Harnverhaltung
  • Übelriechender, eitrig-blutiger Ausfluss mit Apathie
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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.