Was bedeutet das?
Eine Blutung bedeutet, dass Blut aus verletzten Gefäßen austritt, meist im Bereich einer Wunde. Je nachdem, welches Gefäß betroffen ist, sieht die Blutung sehr unterschiedlich aus: Aus kleinen Gefäßen sickert das Blut nur langsam, während aus einer verletzten Arterie hellrotes Blut kräftig und stoßweise heraustreten kann. Kleine Blutungen kommen oft von selbst zum Stillstand, größere müssen dagegen rasch gestillt werden, weil das Pferd sonst viel Blut verliert. Achten Sie darauf, wie stark das Blut fließt, ob es sickert oder spritzt, wo die Wunde sitzt und ob sich die Blutung durch Druck verringert. Ein Pferd hat zwar ein großes Blutvolumen, dennoch kann ein anhaltender starker Verlust den Kreislauf gefährden. Deshalb ist rasches, überlegtes Handeln bei jeder stärkeren Blutung wichtig.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Stärke und Art der Blutung:
- sickernde oder spritzende Blutung
- Größe und Tiefe der Wunde
- Lage in Gelenknähe
- Verschmutzung der Wunde
Blutung beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Blutung ist beim Pferd grundsätzlich ein Notfall, dessen Schwere Sie am Blutfluss abschätzen können. Zu einem sofortigen Notfall wird es, wenn das Blut stark oder spritzend austritt, wenn die Blutung nicht zum Stillstand kommt oder wenn das Pferd zunehmend geschwächt wirkt. Kontaktieren Sie in diesem Fall ohne Verzögerung eine auf Pferde eingerichtete Notdienstpraxis oder Pferdeklinik und lassen Sie Ihr Tier dort unverzüglich vorstellen; achten Sie dabei stets auf Ihre eigene Sicherheit. Auch eine kleine, sickernde Blutung an einer oberflächlichen Wunde gehört zeitnah tierärztlich beurteilt und versorgt. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man dort auf Ihr Eintreffen vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem sofort los, ohne weitere Zeit mit Anrufen zu verlieren.