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Wunde beim Pferd: Was tun und wann zum Tierarzt?

Pferde★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Eine Wunde ist eine Verletzung der Haut und gegebenenfalls der darunterliegenden Gewebe wie Muskeln, Sehnen oder Gelenke. Beim Pferd entstehen Wunden häufig durch Tritte, Stürze, scharfe Kanten, Zäune oder Fremdkörper. Je nach Tiefe, Lage und Verschmutzung reicht das Spektrum von harmlosen oberflächlichen Schrammen bis zu tiefen, versorgungspflichtigen Verletzungen. Durch eine Wunde wird die schützende Barriere der Haut durchbrochen, sodass Schmutz und Bakterien eindringen und eine Infektion auslösen können. Besonders kritisch sind Wunden in der Nähe von Gelenken, Sehnen oder Sehnenscheiden, da hier schon kleine Öffnungen schwerwiegende Folgen haben können. Auch stark blutende Wunden erfordern rasches Handeln. Wie dringend eine Wunde versorgt werden muss, hängt daher wesentlich von ihrer Tiefe, Lage und Blutung ab.

Typische Anzeichen

Wunden zeigen sich am verletzten Bereich:

  • offene Hautstelle mit oder ohne Blutung
  • Schwellung um die Wunde
  • Schmerz beim Berühren
  • Lahmheit bei Wunden an den Beinen

Mögliche Ursachen

Wunden entstehen durch verschiedene Einwirkungen:

  • Tritte und Bisse
  • scharfe Kanten und Drähte
  • Sturz oder Anstoßen
  • Fremdkörper

Was Sie tun können

Reinigen Sie die Wunde vorsichtig und stillen Sie Blutungen mit einem Druckverband. Beurteilen Sie Tiefe und Lage und halten Sie die Stelle sauber.

Wunde beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?

Bei tiefen, stark blutenden oder gelenknahen Wunden sollten Sie dringend und zeitnah den Tierarzt rufen, da hier ein hohes Infektions- und Komplikationsrisiko besteht. Auch bei Wunden, die klaffen, stark verschmutzt sind oder deren Tiefe Sie nicht einschätzen können, ist eine tierärztliche Beurteilung sinnvoll, ebenso beim Verdacht auf einen Fremdkörper. Denken Sie zudem an den Tetanusschutz Ihres Pferdes. Zu einem sofortigen Notfall wird die Situation, wenn eine starke, spritzende oder nicht stillbare Blutung auftritt, wenn Knochen, Sehnen oder Gelenke sichtbar beteiligt sind oder wenn Ihr Pferd hochgradig lahmt oder das Bein gar nicht mehr belastet. In diesen Fällen sollten Sie nicht abwarten, sondern umgehend tierärztliche Hilfe anfordern und, sofern gefahrlos möglich, die Blutung durch Druck von außen zu verringern versuchen.

Wann wird es zum Notfall?
  • Starke, spritzende oder nicht stillbare Blutung
  • Sichtbare Knochen-, Sehnen- oder Gelenkbeteiligung
  • Hochgradige Lahmheit oder Nicht-Belasten des Beins
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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.