Was bedeutet das?
Blut im Urin bedeutet, dass der Harn rötlich verfärbt ist. Wichtig zu wissen ist, dass Kaninchenurin auch durch bestimmte Pflanzenfarbstoffe natürlicherweise rötlich sein kann, ohne dass Blut vorliegt – solcher Farbstoffurin ist harmlos. Echtes Blut im Urin ist jedoch bedeutsam, weil es auf eine Blasenentzündung, Harngrieß, Blasensteine oder bei Häsinnen auf Gebärmutterprobleme hinweisen kann. Von außen lassen sich Farbstoff und echtes Blut oft nicht sicher unterscheiden; ein tierärztlicher Test schafft hier Klarheit. Bedeutsam wird die Verfärbung besonders dann, wenn das Kaninchen zusätzlich Schmerzen beim Wasserlassen zeigt. Deshalb ist es wichtig, den Urin, das Harnverhalten und den Allgemeinzustand aufmerksam zu beobachten, statt die Verfärbung vorschnell als harmlos abzutun.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie darauf, ob es sich wirklich um Blut handelt:
- Ist der ganze Urin gleichmäßig rötlich oder gibt es Tropfen frischen Blutes
- Presst das Tier oder zeigt es Schmerzen beim Urinieren
- Wird häufig nur wenig Urin abgesetzt
- Handelt es sich um eine weibliche, nicht kastrierte Häsin
- Ist das Hinterteil verschmutzt
Blut im Urin beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Echtes Blut im Urin oder schmerzhafter Harnabsatz sollten tierärztlich abgeklärt werden, um die Ursache zu finden und zu behandeln. Da sich Farbstoffurin und echtes Blut von außen kaum unterscheiden lassen, ist eine zeitnahe Untersuchung sinnvoll, sobald der Urin wiederholt rötlich erscheint oder das Wasserlassen verändert wirkt. Achten Sie darauf, ob Ihr Kaninchen normal und schmerzfrei Urin absetzt und wie oft. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn blutiger Urin mit sichtbarem Pressen und Schmerzen einhergeht oder wenn gar kein Harn mehr abgesetzt wird. Ein Harnverhalt ist lebensbedrohlich, daher sollten Sie dann umgehend eine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen, statt weiter abzuwarten.