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Gebärmuttertumor beim Kaninchen: Anzeichen und was jetzt wichtig ist

auch: Uterusadenokarzinom · Gebärmutterveränderung

Kaninchen★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Eine Gebärmutterveränderung, häufig ein Tumor der Gebärmutterschleimhaut, ist eine krankhafte Gewebewucherung in der Gebärmutter weiblicher Kaninchen. Solche Veränderungen treten bei älteren, nicht kastrierten Häsinnen sehr häufig auf und entwickeln sich meist langsam über Monate. Dabei kann das Gewebe gutartig wuchern oder bösartig entarten. Ernst zu nehmen sind die Veränderungen vor allem deshalb, weil bösartige Formen, fachsprachlich Adenokarzinome, in andere Organe wie die Lunge streuen können. Für die Häsin äußert sich das oft durch blutigen Ausfluss, einen zunehmenden Bauchumfang oder ein nachlassendes Allgemeinbefinden. Da die Erkrankung fortschreitet, ist eine frühzeitige Abklärung für die weitere Behandlung von großer Bedeutung.

Typische Anzeichen

Eine Gebärmutterveränderung macht sich oft erst spät bemerkbar:

  • Blutiger oder bräunlicher Ausfluss aus der Scheide
  • Blut, das im Urin vermutet wird, aber aus der Gebärmutter stammt
  • Ein tastbar vergrößerter Bauch
  • Mattigkeit und Fressunlust
  • Veränderungen des Verhaltens, etwa Aggressivität

Mögliche Ursachen

Die Veränderungen entstehen vor allem hormonell bedingt:

  • Hormonelle Einflüsse bei nicht kastrierten Häsinnen
  • Zunehmendes Alter
  • Genetische Veranlagung

Was Sie tun können

Beobachten Sie weibliche, nicht kastrierte Tiere besonders aufmerksam auf Ausfluss und Bauchumfang. Eine frühzeitige Kastration kann diesem Problem vorbeugen, worüber Sie sich beraten lassen können.

Gebärmuttertumor beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?

Blutiger Ausfluss aus der Scheide oder ein zunehmender Bauchumfang bei einer Häsin sollten zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, da eine frühe Diagnose die Behandlungschancen deutlich verbessert. Auch tastbare Umfangsvermehrungen im Bauch oder ein allgemein nachlassendes Befinden gehören untersucht. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn eine starke oder anhaltende Blutung aus der Scheide auftritt, die Schleimhäute blass werden und das Tier deutlich geschwächt wirkt oder das Kaninchen vollständig das Fressen einstellt und keinen Kot mehr absetzt. Dann droht ein gefährlicher Blutverlust oder Darmstillstand. Stellen Sie die Häsin in solchen Fällen umgehend vor, ansonsten genügt ein zügiger Termin.

Wann wird es zum Notfall?
  • Starke oder anhaltende Blutung aus der Scheide
  • Blasse Schleimhäute und deutliche Schwäche
  • Vollständige Fressverweigerung mit ausbleibendem Kot
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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.