Was bedeutet das?
Bewegungsunlust bedeutet, dass ein Kaninchen sich deutlich weniger bewegt als gewohnt, kaum noch hoppelt und viel an einer Stelle sitzt. Weil aktive Kaninchen normalerweise neugierig, wach und beweglich sind, ist ein solcher Rückzug ein wichtiges Warnzeichen. Dahinter können Schmerzen stecken, etwa in Gelenken, Pfoten oder im Bauch, aber auch eine allgemeine Erkrankung, Schwäche oder Auskühlung. Manchmal spielt auch das Umfeld eine Rolle, doch eine plötzliche Veränderung sollte immer ernst genommen werden. Achten Sie darauf, ob das Tier zugleich schlechter frisst, sich anders hält oder weniger Kot absetzt. Die Beobachtung ist wichtig, weil Kaninchen Beschwerden lange verbergen und Bewegungsunlust oft eines der ersten sichtbaren Zeichen einer beginnenden Erkrankung ist.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf die Begleitumstände:
- Bewegt sich das Tier nur vorsichtig oder gar nicht
- Sitzt es zusammengekauert
- Frisst und trinkt es noch
- Gibt es Hinweise auf Schmerzen wie Zähneknirschen
- Ist es übergewichtig oder hat es wunde Pfoten
Bewegungsunlust beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltende Bewegungsunlust sollte tierärztlich abgeklärt werden, da meist Schmerzen oder eine Erkrankung dahinterstecken. Weil Kaninchen empfindlich reagieren und rasch abbauen können, sollten Sie nicht zu lange abwarten, wenn sich Ihr Tier über mehr als einen Tag auffällig wenig bewegt. Beobachten Sie zusätzlich das Fress- und Kotverhalten, da diese Angaben dem Tierarzt bei der Einordnung helfen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihr Kaninchen sich kaum noch bewegt und dabei apathisch wirkt oder wenn die Bewegungsunlust mit Fressunlust zusammentrifft. In diesen Fällen sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe suchen, denn ein Kaninchen, das nicht frisst und sich zurückzieht, kann sehr schnell in einen kritischen Zustand geraten und braucht dann rasche Behandlung.