Was bedeutet das?
Wenn ein Nagetier nicht mehr aufstehen kann und festliegt, ist sein Zustand kritisch. Bewegungsunfähigkeit bedeutet, dass das Tier die Kraft oder die Kontrolle über seinen Körper verloren hat und nicht mehr eigenständig läuft. Ursachen sind schwere Schwäche durch fortgeschrittene Erkrankungen, Lähmungen nach Verletzungen der Wirbelsäule, Kreislaufversagen, starke Schmerzen, Unterzuckerung oder schwere Vergiftungen. Auch Kälte und Auszehrung können ein Tier so schwächen, dass es festliegt. Oft ist die Atmung verändert, das Tier reagiert kaum und die Gliedmaßen wirken schlaff oder steif. Weil ein festliegendes Heimtier keine Reserven mehr hat und rasch auskühlt, zählt jede Beobachtung: Achten Sie auf Atmung, Reaktionen, Körperwärme und darauf, ob ein plötzliches Ereignis vorausging.
Worauf Sie achten sollten
Beurteilen Sie den Zustand:
- Liegenbleiben in Seitenlage
- Fehlende Aufstehversuche
- Schwache, langsame Atmung
- Kalte Körperstellen
Bewegungsunfähigkeit bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein festliegendes Nagetier ist ein Notfall und duldet keinen Aufschub, denn hinter der Bewegungsunfähigkeit stecken fast immer lebensbedrohliche Ursachen. Warten Sie nicht ab, ob sich das Tier von selbst wieder aufrichtet, sondern kontaktieren Sie umgehend eine auf Nagetiere eingerichtete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie das Tier ohne Verzögerung dort vor. Zum absolut sofortigen Notfall wird die Lage, wenn ein Festliegen mit kaum wahrnehmbarer Atmung einhergeht, denn dann ist das Leben unmittelbar bedroht. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist; erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los, ohne weitere Zeit mit Anrufen zu verlieren.