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Unterkühlung bei Nagetieren

auch: Hypothermie · Auskühlung

Nagetiere★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-06-28
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Eine Unterkühlung (Hypothermie) bedeutet, dass die Körpertemperatur gefährlich unter den Normalwert absinkt. Kleine Nagetiere verlieren wegen ihrer im Verhältnis großen Körperoberfläche sehr schnell Wärme. Sinkt die Temperatur zu stark, verlangsamen sich Herzschlag, Atmung und Stoffwechsel, das Tier wird teilnahmslos und kann ins Koma fallen. Besonders gefährdet sind Jungtiere, kranke und geschwächte Tiere sowie nasse Tiere bei Zugluft.

Typische Anzeichen

Eine Unterkühlung zeigt sich an Verhalten und Körper:

  • Aufgeplustertes, zusammengekauertes Sitzen
  • Kalte Ohren, Pfoten und Körperoberfläche
  • Zunehmende Teilnahmslosigkeit und Bewegungsunlust
  • Langsame, flache Atmung
  • Fressunlust

Mögliche Ursachen

Eine Auskühlung entsteht durch Wärmeverlust:

  • Zu kalte Umgebung, Zugluft oder feuchtes Fell
  • Schwäche durch Krankheit oder hohes Alter
  • Jungtiere ohne ausreichende Wärme im Nest
  • Längerer Aufenthalt im Freien bei Kälte

Was Sie tun können

Wärmen Sie das Tier langsam und gleichmäßig auf, etwa mit körpernaher Wärme oder einer in ein Tuch gewickelten Wärmflasche, und schützen Sie es vor Zugluft. Wärmen Sie es nicht abrupt mit großer Hitze auf.

Wann zum Tierarzt

Eine starke Unterkühlung ist ein Notfall. Bleibt das Tier trotz vorsichtiger Erwärmung schwach oder teilnahmslos, ist umgehend tierärztliche Hilfe nötig.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.