Was bedeutet das?
Augenausfluss bedeutet, dass aus dem Auge vermehrt Tränenflüssigkeit oder eitriges Sekret austritt. Bei einem gesunden Vogel ist das Auge klar und das umgebende Gefieder trocken und sauber. Tritt Sekret aus, liegt meist eine Entzündung der Bindehaut oder der angrenzenden Nasennebenhöhlen vor. Häufige Ursachen sind bakterielle oder virale Infektionen, Mykoplasmen sowie ein Vitamin-A-Mangel, der die Schleimhäute anfälliger macht. Der Ausfluss kann wässrig-klar oder dickflüssig und eitrig sein und verklebt oft das Gefieder rund um das Auge. Manchmal ist der Augenausfluss Teil einer Erkrankung, die auch die Atemwege betrifft, erkennbar an zusätzlichem Niesen oder Nasenausfluss. Weil sich solche Entzündungen ausbreiten und ansteckend sein können, ist eine genaue Beobachtung wichtig.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Art und Begleitsymptome:
- klarer oder eitriger Augenausfluss
- verklebtes Gefieder um das Auge
- Schwellung oder Rötung der Lider
- Reiben des Kopfes
- begleitendes Niesen oder Nasenausfluss
Augenausfluss bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltender Augenausfluss sollte tierärztlich abgeklärt werden, da meist eine behandlungsbedürftige Entzündung zugrunde liegt, die sich ausbreiten kann. Besonders zügig ist eine Vorstellung angebracht, wenn der Ausfluss eitrig ist, das Auge zuschwillt oder verklebt, wenn beide Augen betroffen sind oder der Vogel zusätzlich niest, Nasenausfluss zeigt oder matt wirkt und schlechter frisst. Solche Kombinationen sprechen für eine Beteiligung der Atemwege und erhöhen die Dringlichkeit. Behandeln Sie das Auge nicht auf eigene Faust, sondern lassen Sie die Ursache untersuchen. Bis dahin sorgen Sie für eine warme, zugfreie Umgebung und eine ausgewogene Ernährung. Sind mehrere Vögel im Bestand betroffen, sollten Sie rasch handeln, da eine ansteckende Infektion dahinterstecken kann.