Was bedeutet das?
Ein aufgeblähter Bauch bedeutet, dass sich der Bauchraum sichtbar vorwölbt und sich oft prall oder gespannt anfühlt. Die Ursache kann ein Stau von Kot bei einer Verstopfung, eine Gasansammlung bei gestörter Verdauung, festsitzende Eier bei einem legereifen Weibchen (Legenot), eine Flüssigkeitsansammlung im Bauch (Aszites) oder eine Bauchhöhlenentzündung sein. Die Spanne reicht damit von einer noch harmlosen, temperaturbedingten Verdauungsstörung bis zu ernsten Zuständen, die rasch behandelt werden müssen. Der zunehmende Druck im Bauch belastet die inneren Organe und kann auch die Atmung erschweren, weil die Lunge weniger Platz hat, sich auszudehnen. Deshalb ist es wichtig zu beobachten, ob der Bauch zunimmt, ob das Tier presst und ob es weiter frisst und normal atmet.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Hinweise:
- ob der Bauch fest oder weich-prall ist
- ob das Tier presst oder Atemprobleme hat
- ob Kot abgesetzt wird
- bei Weibchen mögliche Eiablage
- die Temperatur und Fütterung
Aufgeblähter Bauch bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein zunehmend aufgeblähter Bauch sollte tierärztlich untersucht werden, da ernste Ursachen wie eine Verstopfung, eine Legenot oder ein Aszites dahinterstecken können. Prüfen Sie parallel die Haltungstemperatur, da eine zu kühle Haltung die Verdauung verlangsamt. Warten Sie mit der Vorstellung nicht zu lange, weil der Druck im Bauch die Organe und die Atmung zunehmend beeinträchtigt. Zu einem sofortigen Notfall wird es, wenn der Bauch prall aufgebläht ist und das Tier Atemnot zeigt, oder wenn es zusätzlich schwach wirkt und erfolglos presst. Dann sollten Sie umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Geben Sie keine eigenmächtigen Mittel und üben Sie keinen Druck auf den Bauch aus. Notieren Sie, wann die Schwellung begann und ob sie zunimmt.