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Bauchhöhlenentzündung (Coelomitis) beim Reptil: Anzeichen und was zu tun ist

auch: Coelomitis · Bauchfellentzündung · Bauchhöhlenentzündung

Reptilien★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Die Coelomitis ist eine Entzündung der Leibeshöhle, in der bei Reptilien die inneren Organe liegen. Sie entsteht, wenn Bakterien oder reizende Inhalte in diese Bauchhöhle gelangen, etwa wenn ein Ei platzt, ein entzündeter Eileiter durchbricht oder der Darm verletzt wird und Darminhalt austritt. Die Entzündung breitet sich innerhalb der Leibeshöhle rasch aus, das Tier wird schwer krank und es droht der Übergang in eine lebensbedrohliche Blutvergiftung. Eine Coelomitis entsteht meist nicht von selbst, sondern als Folge einer anderen Erkrankung wie einer Legenot, einem Legedarmvorfall oder einer schweren Darmschädigung. Sie ist ein akuter, lebensbedrohlicher Notfall, bei dem der Zustand des Tieres oft innerhalb kurzer Zeit dramatisch schlechter wird und der keinerlei Aufschub duldet.

Typische Anzeichen

Anzeichen können sein:

  • aufgeblähter, druckempfindlicher Bauch
  • starke Schwäche und Teilnahmslosigkeit
  • Futterverweigerung
  • Schmerzreaktion bei Berührung des Bauches
  • rasche Verschlechterung des Zustands

Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen sind:

  • geplatzte oder zersetzte Eier
  • durchgebrochener entzündeter Eileiter
  • Darmverletzungen oder Fremdkörper
  • aufsteigende Infektionen

Was Sie tun können

Halten Sie das Tier warm und ruhig und vermeiden Sie jeden Druck auf den Bauch. Eine eigenständige Behandlung ist nicht möglich.

Bauchhöhlenentzündung (Coelomitis) bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?

Eine Bauchhöhlenentzündung ist ein Notfall, der sofort tierärztlich behandelt werden muss, da sie sonst rasch tödlich verläuft. Bringen Sie Ihr Tier umgehend zum Tierarzt, wenn es plötzlich schwer krank wirkt, apathisch wird, das Futter vollständig verweigert und einen druckempfindlichen oder aufgetriebenen Bauch zeigt, besonders wenn zuvor eine Legenot, ein Legedarmvorfall oder eine Darmerkrankung bestand. Ein sofortiger Notfall besteht ebenso, wenn das Tier festliegt, kaum noch reagiert oder Anzeichen einer Kreislaufschwäche zeigt. Warten Sie in keinem Fall ab, ob sich der Zustand von selbst bessert, da sich eine Coelomitis innerhalb von Stunden lebensbedrohlich verschlechtern kann. Verständigen Sie bei Bedarf auch außerhalb der üblichen Sprechzeiten einen reptilienkundigen Tierarzt oder einen Notdienst.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.