Was bedeutet das?
Atemgeräusche sind Pfeif-, Knack-, Klick- oder Rasselgeräusche, die ein Vogel beim Ein- oder Ausatmen hören lässt. Normalerweise atmen Vögel fast lautlos, sodass hörbare Geräusche fast immer ein Krankheitszeichen sind. Sie entstehen, wenn die Atemwege durch Schleim, Schwellungen, Pilze oder Parasiten eingeengt sind und die Luft nicht mehr frei strömen kann. Je nach Sitz der Ursache klingen die Geräusche unterschiedlich, etwa als feines Pfeifen oder grobes Rasseln. Solche Geräusche heilen in der Regel nicht von selbst aus, sondern sind Ausdruck einer fortschreitenden Atemwegserkrankung. Da Vögel Beschwerden lange verbergen, ist jedes hörbare Atemgeräusch ein wichtiges Warnsignal, das aufmerksam beobachtet werden sollte.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie darauf, wann und wie die Geräusche auftreten:
- Pfeifen, Klicken oder Rasseln beim Ein- oder Ausatmen
- Geräusche, die bei Aufregung oder Anstrengung lauter werden
- begleitende Atemnot oder Schwanzwippen
- verändertes oder heiseres Stimmverhalten
- Niesen oder Nasenausfluss zusätzlich
Atemgeräusche bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltende oder zunehmende Atemgeräusche sollten zeitnah von einem vogelkundigen Tierarzt untersucht werden, da sich dahinter meist eine behandlungsbedürftige Atemwegserkrankung verbirgt, die unbehandelt fortschreitet. Warten Sie nicht ab, ob sich die Geräusche von selbst geben, sondern vereinbaren Sie einen baldigen Termin. Zu einem sofortigen Notfall werden Atemgeräusche, wenn gleichzeitig deutliche Atemnot auftritt - etwa Atmung mit geöffnetem Schnabel oder ein im Takt mitwippender Schwanz - oder wenn der Vogel zunehmend apathisch und aufgeplustert wirkt. Dann müssen Sie ihn ohne Verzögerung vorstellen. Transportieren Sie den Vogel möglichst ruhig und stressfrei in einer abgedeckten Box. Beobachten Sie bis zum Termin, ob die Geräusche in Ruhe oder nur bei Bewegung auftreten, und teilen Sie dies dem Tierarzt mit.