Was ist das?
Eine Kropfentzündung, medizinisch Ingluvitis, ist eine Entzündung des Kropfes, jenes erweiterten Abschnitts der Speiseröhre, in dem der Vogel Futter zwischenspeichert und einweicht. Häufig wird sie durch Hefepilze, den sogenannten Soor, oder durch Bakterien ausgelöst, die sich bei gestörter Kropffunktion vermehren. Die entzündete Schleimhaut behindert den Weitertransport der Nahrung, sodass das Futter im Kropf verbleibt, gärt und den Vogel zum Würgen bringt. Typische Anzeichen sind ein geschwollener oder verzögert entleerter Kropf, wiederholtes Würgen, übelriechender Ausfluss und Futterverweigerung. Begünstigt wird die Ingluvitis durch unsachgemäße Fütterung, verdorbenes Futter, schlechte Hygiene oder eine allgemeine Schwächung des Tieres. Da sie das Tier rasch schwächen kann, ist eine tierärztliche Abklärung wichtig.
Typische Anzeichen
Erkrankte Vögel fallen häufig durch folgende Anzeichen auf:
- Würgen und Erbrechen von Futter
- Geschwollener, verzögert entleerter Kropf
- Schleim im Schnabel
- Appetitlosigkeit
Mögliche Ursachen
Mehrere Faktoren können eine Rolle spielen:
- Hefepilz- oder Bakterieninfektion
- Verdorbenes Futter oder zu kalter Brei
- Fremdkörper oder Vitaminmangel
Was Sie tun können
Bieten Sie frisches, sauberes Futter und Wasser; verfüttern Sie keinen zu kalten oder alten Brei. Beobachten Sie den Vogel dabei aufmerksam.
Kropfentzündung (Ingluvitis) bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei wiederholtem Würgen und geschwollenem Kropf sollten Sie den Vogel zügig einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen. Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn der Kropf sich nicht richtig entleert, wenn der Vogel würgt, wenn übelriechender Ausfluss aus dem Schnabel kommt oder wenn er schlechter frisst und matter wirkt. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn anhaltendes Würgen mit Atemnot einhergeht, wenn der Vogel aufgeplustert und apathisch am Käfigboden sitzt, oder wenn er die Futteraufnahme vollständig verweigert. In diesen Fällen müssen Sie das Tier umgehend vorstellen. Achten Sie bis dahin auf frisches, einwandfreies Futter und saubere Näpfe, da verdorbenes Futter und Hygienemängel eine Kropfentzündung begünstigen. Bei handaufgezogenen Jungvögeln ist besondere Aufmerksamkeit geboten.