Kurz gesagt
Der Shih Tzu ist ein freundlicher, anhänglicher und ausgeglichener Begleithund. Als brachyzephale (kurznasige) Rasse neigt er zu Atemwegs- und Augenproblemen und bringt – wie jede Rasse – weitere typische Veranlagungen an Knien und Nieren mit.
Typische Gesundheitsthemen
- Brachyzephales Syndrom: Durch die kurze Nase verengte Atemwege mit Schnarchen, Atemnot und Hitzeempfindlichkeit.
- Augenprobleme (Keratitis, Prolaps): Die großen, vorstehenden Augen sind anfällig für Entzündungen, Verletzungen und Vorfall.
- Patellaluxation: Das Herausspringen der Kniescheibe, das zu Hüpfen oder Lahmen führt.
- Nierenerkrankungen: Störungen der Nierenfunktion, die zu vermehrtem Trinken und Abgeschlagenheit führen.
Worauf Sie als Halter achten sollten
Vermeiden Sie Hitze und Überanstrengung und schützen Sie die vorstehenden Augen vor Verletzungen; halten Sie das Fell aus dem Gesicht. Achten Sie auf ein schlankes Gewicht, beobachten Sie Trinkmenge und Atmung und lassen Sie Augen, Atemwege, Knie und Nierenwerte bei Vorsorgeterminen prüfen.
Beim Kauf: auf Gesundheit achten
Der Shih Tzu zählt zu den brachyzephalen Rassen, bei denen extrem platte Gesichter als Qualzucht gelten. Bevorzugen Sie Tiere mit erkennbar freierer Nase, offenen Nasenlöchern und geräuschloser Atmung. Seriöse Züchter belegen Augen- und Patella-Untersuchungen sowie Angaben zur Nierengesundheit. Meiden Sie extrem flachgesichtige Typen und Vermehrer ohne Nachweise.
Wann zum Tierarzt
Schwere Atemnot oder Überhitzung sowie ein vorgefallenes Auge sind Notfälle. Suchen Sie außerdem Rat bei rotem, tränendem oder trübem Auge, bei zunehmendem Röcheln, bei Hüpfen oder Lahmen der Hinterbeine sowie bei vermehrtem Trinken, Harnen oder Gewichtsverlust.