Kurz gesagt
Der Chihuahua ist ein selbstbewusster, lebhafter und sehr kleiner Begleithund aus Mexiko. Aufgrund seiner geringen Größe neigt er – wie jede Rasse – zu bestimmten Erkrankungen, vor allem an Zähnen, Kniegelenken, Luftröhre und Schädel.
Typische Gesundheitsthemen
- Patellaluxation: Das Herausspringen der Kniescheibe aus ihrer Führung, das zu Hüpfen oder Lahmen führt.
- Zahnprobleme: Enger Kiefer und Zahnstein begünstigen Zahnfleischentzündungen und frühen Zahnverlust.
- Trachealkollaps: Ein Zusammenfallen der Luftröhre mit typischem hupendem Husten.
- Hydrozephalus: Eine Ansammlung von Nervenwasser im Schädel, die vor allem Welpen betreffen kann.
- Hypoglykämie: Ein gefährlicher Unterzucker, zu dem sehr kleine oder junge Hunde neigen.
Worauf Sie als Halter achten sollten
Pflegen Sie die Zähne konsequent und lassen Sie das Gebiss regelmäßig kontrollieren. Nutzen Sie ein Brustgeschirr statt Halsband, um die Luftröhre zu schonen, und schützen Sie den kleinen Hund vor Stürzen und Sprüngen. Sorgen Sie für regelmäßige Mahlzeiten, halten Sie das Gewicht ausgewogen und lassen Sie Knie und Herz bei Vorsorgeterminen prüfen.
Beim Kauf: auf Gesundheit achten
Meiden Sie die extreme Zucht auf Winzigkeit und übergroße, gewölbte Köpfe, da dies Hydrozephalus und andere Probleme begünstigt. Wählen Sie seriöse Züchter, deren Elterntiere auf Patellaluxation und Herz untersucht sind und die keine Teacup-Extreme bewerben. Achten Sie auf einen vollständig geschlossenen Schädel und vitale Welpen.
Wann zum Tierarzt
Ein Unterzucker mit Zittern, Schwäche oder Krämpfen ist ein Notfall, besonders bei Welpen. Suchen Sie Rat bei anhaltendem hupendem Husten, bei Hüpfen oder Lahmen der Hinterbeine, bei Mundgeruch und Zahnfleischentzündung sowie bei auffälliger Kopfform, Orientierungslosigkeit oder Krampfanfällen.