Kurz gesagt
Der Bullterrier ist ein temperamentvoller, verspielter und menschenbezogener Hund mit dem unverwechselbaren eiförmigen Kopf. Rassebedingt kann er zu bestimmten Erkrankungen neigen, darunter Taubheit sowie Nieren- und Herzleiden. Hinweis: In einigen Bundesländern gelten besondere Haltungsvorschriften.
Typische Gesundheitsthemen
- Taubheit: Ein- oder beidseitige angeborene Taubheit tritt besonders bei weißen Tieren gehäuft auf.
- Nierenerkrankungen: Erbliche Nierenleiden können die Nierenfunktion mit der Zeit einschränken.
- Herzerkrankungen: Angeborene oder erworbene Herzfehler können die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
- Hautprobleme (Akrodermatitis): Eine erbliche Hautstörung kann besonders an Pfoten und Kopf zu Veränderungen führen.
Worauf Sie als Halter achten sollten
Sorgen Sie für viel Bewegung und Beschäftigung und halten Sie den Hund schlank. Achten Sie auf Trinkmenge und Urinabsatz als Hinweise auf die Nierengesundheit und beobachten Sie Belastbarkeit und Haut. Bei tauben Hunden ist eine sichere, an Sicht- und Vibrationssignalen orientierte Haltung wichtig. Nutzen Sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen inklusive Herz- und Nierenkontrolle.
Beim Kauf: auf Gesundheit achten
Wählen Sie einen seriösen Züchter, der die Welpen per Hörtest (BAER) prüft, das Herz untersuchen lässt und die Nierenwerte der Elterntiere kontrolliert. Fragen Sie nach Hörtest-, Herz- und Nierenbefunden. Meiden Sie Vermehrer ohne diese Nachweise und klären Sie mögliche Haltungsauflagen vorab.
Wann zum Tierarzt
Lassen Sie vermehrtes Trinken und Urinieren, Gewichtsverlust oder Appetitlosigkeit als mögliche Nierenzeichen abklären. Suchen Sie außerdem Rat bei nachlassender Belastbarkeit, Husten oder Ohnmacht, bei fehlender Reaktion auf Geräusche sowie bei schlecht heilenden Hautveränderungen an Pfoten und Kopf.