Was ist das?
Die Staupe beim Frettchen ist eine hochansteckende Virusinfektion, die durch das Staupevirus verursacht wird und bei Frettchen fast immer tödlich verläuft. Das Virus breitet sich im Körper aus und befällt mehrere Organsysteme, insbesondere die Atemwege, die Haut und das Nervensystem. Übertragen wird es sehr leicht, unter anderem durch Kontakt mit erkrankten Tieren, deren Ausscheidungen oder verunreinigte Gegenstände. Typische Anzeichen sind Nasen- und Augenausfluss, Hautveränderungen sowie im weiteren Verlauf neurologische Störungen wie Zittern und Krämpfe. Für das Frettchen bedeutet eine Staupeinfektion einen schweren, meist nicht heilbaren Krankheitsverlauf mit sehr ungünstiger Aussicht für das erkrankte Tier. Umso wichtiger ist die Vorbeugung durch eine geeignete Impfung, die das Risiko einer Ansteckung deutlich senken kann.
Typische Anzeichen
Achten Sie auf folgende Anzeichen:
- Augen- und Nasenausfluss
- Hautveränderungen an Kinn und Pfoten
- erschwerte Atmung
- Fieber
- Krampfanfälle im Spätstadium
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- Infektion mit dem Staupevirus
- Kontakt zu erkrankten Tieren
- fehlender Impfschutz
- Übertragung über die Luft
Was Sie tun können
Halten Sie ungeschützte Tiere von möglichen Infektionsquellen fern. Sprechen Sie vorbeugend über einen geeigneten Schutz.
Staupe beim Frettchen (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei Verdacht auf Staupe ist sofortige tierärztliche Hilfe nötig, denn die Erkrankung ist hochansteckend und verläuft beim Frettchen meist tödlich. Kontaktieren Sie umgehend eine auf Frettchen beziehungsweise Heimtiere spezialisierte Notdienstpraxis oder Tierklinik, wenn Ihr Tier Nasen- und Augenausfluss, Hautveränderungen, Atembeschwerden oder neurologische Auffälligkeiten wie Zittern und Krämpfe zeigt. Besonders dringlich ist die Vorstellung, wenn Ihr Frettchen ungeimpft ist oder Kontakt zu erkrankten Tieren hatte. Warten Sie nicht ab, ob sich die Anzeichen von selbst bessern, sondern stellen Sie das Tier ohne Verzögerung vor. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis den Ansteckungsverdacht einplanen kann – erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem sofort los.