Was bedeutet das?
Atemnot bedeutet, dass das Tier nicht ausreichend Luft bekommt und sich das Atmen sichtbar anstrengt. Bei Exoten ist das immer ein Notfall, da diese Tiere Atemprobleme lange überspielen und eine sichtbare Atemnot bereits auf einen ernsten Zustand hinweist. Erkennbar wird sie an schneller, angestrengter Atmung, an Atmen mit offenem Maul, an einer gestreckten Körperhaltung oder an hörbaren Atemgeräuschen. Ursachen können Infektionen der Atemwege, Flüssigkeit in oder um die Lunge, Herzerkrankungen, Überhitzung oder Fremdkörper sein. Weil der Sauerstoffmangel den gesamten Kreislauf belastet, kann sich der Zustand innerhalb kurzer Zeit dramatisch verschlechtern. Jede sichtbare Atemanstrengung sollte deshalb sehr ernst genommen und nicht durch weiteres Zuwarten oder Beobachten verzögert werden.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die Atmung aus sicherer Entfernung, ohne das Tier zu stressen:
- Atmet es schneller, mit pumpendem Bauch oder offenem Maul?
- Sind Geräusche wie Pfeifen, Rasseln oder Knacken zu hören?
- Sind Zunge oder Schleimhäute blass oder bläulich verfärbt?
Atemnot (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Atemnot ist ein lebensbedrohlicher Notfall und erfordert sofortige tierärztliche Hilfe, ohne jede Verzögerung. Kontaktieren Sie umgehend eine Tierarztpraxis oder den Notdienst, sobald Ihr Tier angestrengt, sehr schnell oder mit hörbaren Geräuschen atmet. Vermeiden Sie auf dem Weg jede zusätzliche Aufregung, halten Sie das Tier ruhig und sorgen Sie für frische, kühle Luft, ohne es einzuengen. Besonders akut wird es, wenn das Tier mit offenem Maul atmet, wenn die Schleimhäute blau verfärbt sind, wenn es nach Luft schnappt oder wenn zusätzlich Schwäche, Apathie oder Bewusstseinsverlust auftreten. In diesen Fällen zählt jede Minute. Warten Sie nicht ab, ob sich die Atmung von selbst beruhigt, sondern bringen Sie das Tier so schnell und schonend wie möglich in fachkundige Hände.