Was bedeutet das?
Nasenausfluss ist austretendes Sekret aus der Nase, das klar, schleimig oder eitrig sein kann und häufig Infektionen der oberen Atemwege begleitet. Frettchen können sich sogar bei erkälteten Menschen mit Grippeviren anstecken, weshalb Nasenausfluss bei ihnen ernst zu nehmen ist. Daneben können Fremdkörper, Zugluft, staubige Einstreu, Allergien oder Erkrankungen im Bereich von Nase und Nebenhöhlen zu Ausfluss führen. Wie das Sekret aussieht, ob ein oder beide Nasenlöcher betroffen sind und ob weitere Zeichen wie Niesen, Atemgeräusche oder Mattigkeit hinzukommen, gibt Hinweise auf die Ursache. Ein klarer, geringer Ausfluss ist oft weniger bedrohlich als ein eitriger Ausfluss mit Atembeschwerden. Da sich Atemwegserkrankungen bei kleinen Exoten rasch ausbreiten können, ist aufmerksame Beobachtung wichtig.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die Nase und das Allgemeinbefinden:
- Ist der Ausfluss klar, schleimig oder eitrig?
- Treten zusätzlich Niesen oder Augenausfluss auf?
- Frisst das Tier schlechter oder wirkt es matt?
Nasenausfluss (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein geringer, klarer Nasenausfluss bei sonst munterem Tier lässt sich zunächst beobachten, vor allem wenn sich eine harmlose Reizquelle wie staubige Einstreu beseitigen lässt. Lassen Sie eitrigen oder anhaltenden Nasenausfluss jedoch tierärztlich abklären, besonders wenn Atembeschwerden, Niesen, Mattigkeit oder Fressunlust hinzukommen, damit eine beginnende Atemwegsinfektion frühzeitig behandelt werden kann. Bei Frettchen ist wegen der möglichen Ansteckung mit Grippeviren besondere Aufmerksamkeit angebracht. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn ein eitriger Nasenausfluss mit Atemnot einhergeht oder wenn zusätzlich starke Mattigkeit und Fressunlust bestehen. Dann sollten Sie zeitnah tierärztliche Hilfe suchen, da sich Atemwegserkrankungen bei kleinen Exoten schnell verschlimmern können. In leichteren Fällen genügt meist ein zeitnah vereinbarter Termin zur genaueren Untersuchung.