Was bedeutet das?
Appetitlosigkeit bedeutet, dass ein Tier weniger oder gar nicht mehr frisst. Sie ist ein Anzeichen und keine eigene Krankheit und bei Reptilien nicht immer krankhaft, denn viele Arten fressen während der Häutung, der Winterruhe oder der Paarungszeit von Natur aus weniger. Bedenklich wird es, wenn ein Tier außerhalb solcher natürlichen Phasen dauerhaft das Futter verweigert und dabei an Gewicht verliert. Häufig stecken zu niedrige Temperaturen dahinter, denn Reptilien verdauen nur bei ausreichender Wärme, ebenso Stress, ungeeignetes Futter, Maulprobleme, Parasiten oder eine ernstere Erkrankung. Weil eine langanhaltende Futterverweigerung das Tier schwächt, ist genaue Beobachtung wichtig. Achten Sie darauf, ob Temperatur und Beleuchtung stimmen, ob eine Häutung oder Ruhephase vorliegt und wie sich Gewicht und Allgemeinzustand entwickeln.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf die Umstände und Begleitzeichen:
- ob gerade eine natürliche Ruhe- oder Häutungsphase vorliegt
- Gewichtsverlust über die Zeit
- Veränderungen im Maul oder beim Schlucken
- Temperatur und UVB im Terrarium
- allgemeine Aktivität und Verhalten
Appetitlosigkeit bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Verweigert ein Tier außerhalb natürlicher Ruhephasen längere Zeit das Futter und nimmt es ab, sollten Sie die Ursache tierärztlich abklären lassen. Prüfen Sie zuerst Temperatur, Beleuchtung und das Futterangebot, da falsche Haltung eine häufige, behebbare Ursache ist. Bleibt die Verweigerung trotz korrekter Bedingungen bestehen, ist eine Untersuchung, oft mit Kotkontrolle, sinnvoll, um Parasiten, Maulprobleme oder innere Erkrankungen zu erkennen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Tier seit vielen Tagen gar keine Nahrung aufnimmt und dabei sichtbar geschwächt ist oder wenn zusätzlich Abmagerung und Teilnahmslosigkeit auftreten. Dann suchen Sie umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt auf. Wiegen Sie das Tier bis dahin regelmäßig und notieren Sie, seit wann es nicht mehr frisst.