Was ist das?
Die Salmonellose ist eine bakterielle Infektion mit Salmonellen, die vor allem den Darm befallen, aber auch in andere Organe streuen können. Im Darm lösen die Bakterien Entzündungen aus, die zu schweren Durchfällen führen und den Körper stark schwächen. Gelangen die Erreger in die Blutbahn, kann die Erkrankung lebensbedrohlich verlaufen. Wichtig zu wissen: Salmonellen sind auf den Menschen übertragbar, weshalb beim Umgang mit erkrankten Tieren besondere Hygiene nötig ist. Die Erreger werden meist über verunreinigtes Futter, verschmutztes Wasser oder den Kot anderer Tiere aufgenommen. Wegen der raschen Verläufe und der Ansteckungsgefahr sowohl für andere Tiere als auch für Menschen ist eine Salmonellose immer ernst zu nehmen.
Typische Anzeichen
Eine Salmonellose zeigt sich vor allem über den Darm:
- Wässriger, teils blutiger Durchfall
- Mattigkeit und Fressunlust
- Abmagerung und Schwäche
- Aufgeplustertes Sitzen
- Manchmal plötzliche Todesfälle
Mögliche Ursachen
Die Infektion wird über verunreinigtes Material aufgenommen:
- Mit Salmonellen belastetes Futter oder Wasser
- Kontakt zum Kot infizierter Tiere, auch von Wildtieren
- Mangelnde Hygiene
- Geschwächte Abwehr
Was Sie tun können
Tragen Sie beim Umgang Handschuhe, waschen Sie sich gründlich die Hände und halten Sie das Gehege sehr sauber. Trennen Sie erkrankte Tiere und bringen Sie sie rasch in tierärztliche Behandlung.
Salmonellose bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei blutigem oder anhaltendem Durchfall verbunden mit Schwäche ist rasch tierärztliche Hilfe nötig. Wegen der Übertragbarkeit auf den Menschen ist zudem eine genaue Abklärung wichtig, damit Sie sich und Ihre Familie schützen können. Warten Sie nicht ab, ob sich der Durchfall von selbst bessert, denn kleine Nagetiere trocknen schnell aus. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Tier teilnahmslos wird, nicht mehr frisst und trinkt oder deutlich eingefallen und kraftlos wirkt. Trennen Sie erkrankte Tiere von den übrigen und achten Sie beim Reinigen des Geheges auf gründliches Händewaschen und Handschuhe. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser lässt sich das Tier stützen und eine Ausbreitung im Bestand und auf den Menschen vermeiden.