Was ist das?
Eine Nebenhöhlenentzündung, fachlich Sinusitis, ist eine Entzündung der luftgefüllten Hohlräume im Kopf, die mit der Nase in Verbindung stehen, bei Exoten. Durch die Entzündung schwillt die Schleimhaut an und bildet vermehrt Sekret, das sich in den Höhlen anstauen kann. Häufig entsteht sie als Folge einer aufsteigenden Infektion der oberen Atemwege, etwa aus einem Schnupfen, manchmal auch von erkrankten Zahnwurzeln ausgehend. Typische Zeichen sind ein- oder beidseitiger Nasenausfluss, wiederholtes Niesen und eine erschwerte Nasenatmung, die hörbar werden kann. Da viele kleine Heimtiere überwiegend durch die Nase atmen, kann eine verlegte oder verstopfte Nase die Atmung und auch die Futteraufnahme deutlich behindern. Unbehandelt kann sich die Entzündung ausbreiten, chronisch werden und das Allgemeinbefinden des Tieres spürbar verschlechtern.
Typische Anzeichen
Folgende Anzeichen können auftreten:
- eitriger Nasenausfluss
- Niesen
- erschwerte Atmung
- Schwellung im Gesichtsbereich
- Appetitlosigkeit
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- bakterielle Infektionen
- Zahnwurzelerkrankungen
- Fremdkörper
- chronische Atemwegsinfekte
Was Sie tun können
Sorgen Sie für eine staubarme, zugfreie Umgebung und beobachten Sie die Atmung. Halten Sie die Nase sauber.
Nebenhöhlenentzündung bei Exoten (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Suchen Sie eine Praxis auf, wenn der Nasenausfluss eitrig, gelblich oder blutig ist, wenn er anhält oder wenn die Atmung erschwert oder geräuschvoll wirkt. Auch wiederkehrendes Niesen mit Ausfluss sollte abgeklärt werden, damit sich aus einer beginnenden Entzündung kein hartnäckiges Problem entwickelt. Ein sofortiger Notfall liegt vor bei deutlicher Atemnot oder Atmen mit offenem Maul sowie bei Futterverweigerung mit zunehmender Teilnahmslosigkeit. Dann ist umgehende Hilfe nötig, notfalls über einen Notdienst, weil eine stark behinderte Atmung lebensbedrohlich werden kann. Halten Sie das Tier bis dahin in ruhiger, staubarmer und nicht zu trockener Umgebung. Beobachten Sie Atmung, Fressverhalten und Aktivität und schildern Sie Veränderungen in der Praxis, da sie helfen, die Schwere der Erkrankung einzuschätzen.