Was ist das?
Muskelschmerzen bei der Katze, fachlich Myalgie, sind Schmerzen, die von der Muskulatur ausgehen. Sie können durch Überlastung, Verspannungen, kleine Verletzungen oder Zerrungen, durch Entzündungen der Muskulatur oder als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen entstehen. Eine Katze mit Muskelschmerzen bewegt sich vorsichtiger und steifer, springt weniger, wirkt bewegungsunlustig und mag manche Berührungen nicht mehr. Da Katzen Schmerzen instinktiv verbergen, fallen Muskelschmerzen häufig erst durch eine veränderte Beweglichkeit, eine steife Haltung oder ein geändertes Verhalten auf. Weil die Beschwerden das Wohlbefinden mindern und auf eine behandelbare Ursache hinweisen können, ist es sinnvoll, solche Veränderungen aufmerksam wahrzunehmen und einzuordnen.
Typische Anzeichen
Muskelschmerzen zeigen sich durch veränderte Bewegung.
- steifer, vorsichtiger Gang
- Schmerzäußerung bei Berührung
- verminderte Bewegungsfreude
- veränderte Körperhaltung
- nachlassende Fellpflege
Mögliche Ursachen
Muskelschmerzen können verschiedene Ursachen haben.
- Überlastung oder Verspannung
- kleine Zerrungen oder Verletzungen
- Entzündungen der Muskulatur
- Begleitsymptom anderer Erkrankungen
Was Sie tun können
Sorgen Sie für Ruhe und einen warmen, weichen Liegeplatz und vermeiden Sie überfordernde Bewegung. Geben Sie keine Schmerzmittel für Menschen.
Muskelschmerzen bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei Muskelschmerzen sollten Sie tierärztlichen Rat einholen, wenn Ihre Katze über längere Zeit steif wirkt, sich ungern bewegt, weniger springt oder empfindlich auf Berührung reagiert. Eine Abklärung ist sinnvoll, weil sich die Ursache klären und der Schmerz meist gut lindern lässt, was das Wohlbefinden Ihrer Katze deutlich verbessert. Ein akuter Notfall entsteht durch Muskelschmerzen allein in der Regel nicht. Kommen jedoch plötzliche, starke Schmerzen, eine ausgeprägte Bewegungsunfähigkeit, Lähmungserscheinungen oder ein deutlich gestörtes Allgemeinbefinden hinzu, sollten Sie zeitnah handeln und eine Tierarztpraxis aufsuchen. Beobachten Sie Beweglichkeit und Verhalten Ihrer Katze aufmerksam und warten Sie bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden nicht zu lange, damit die Ursache rechtzeitig erkannt wird.