Was bedeutet das?
Kein Urinabsatz bedeutet, dass die Katze trotz sichtbarer Versuche keinen oder kaum Urin loslassen kann. Bei Katern ist häufig die Harnröhre durch Kristalle, Schleim oder einen Krampf verschlossen, sodass sich der Urin in der Blase staut. Das führt innerhalb von Stunden zu einer gefährlichen Vergiftung des Körpers, weil harnpflichtige Stoffe nicht mehr ausgeschieden werden und sich Giftstoffe im Blut anreichern. Zusätzlich kann die überfüllte Blase reißen. Betroffene Tiere laufen oft unruhig zum Klo, pressen erfolglos, maunzen vor Schmerz oder lecken vermehrt am Bauch. Dieses Anzeichen ist ein absoluter Notfall und darf niemals abgewartet werden. Erkennen Sie den Unterschied zu bloß seltenerem Urinieren daran, dass die Katze trotz deutlicher Bemühung nichts absetzt.
Worauf Sie achten sollten
Handeln Sie hier sofort, jede Stunde zählt.
- wiederholtes erfolgloses Pressen auf dem Klo
- Maunzen vor Schmerz
- praller, harter Bauch
- zunehmende Mattigkeit oder Erbrechen
Kein Urinabsatz bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Dies ist ein absoluter Notfall: Kontaktieren Sie umgehend eine für Katzen geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie Ihre Katze ohne Verzögerung dort vor, denn ein Harnverschluss kann bereits innerhalb von ein bis zwei Tagen tödlich enden. Warten Sie keinesfalls ab, ob sich der Zustand von allein bessert, und versuchen Sie nicht, das Problem zu Hause zu lösen. Alarmzeichen, die keinen Aufschub dulden, sind mehrfaches erfolgloses Pressen ohne Urin, ein harter und schmerzhafter Bauch sowie zusätzliches Erbrechen und zunehmende Apathie; treten diese auf, zählt jede Stunde. Transportieren Sie Ihre Katze dabei so ruhig und erschütterungsarm wie möglich, um die gestaute Blase nicht zusätzlich zu belasten. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man dort auf Ihr Kommen vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem sofort los und lassen Sie sich durch den Anruf nicht aufhalten.