Was ist das?
Die Salpingitis ist eine Entzündung des Eileiters, also des Abschnitts im Legeapparat, in dem die Eier gebildet und weitertransportiert werden. Sie entsteht oft, wenn Eier zurückgehalten werden, sich zersetzen oder Bakterien aus der Kloake aufsteigen und die Schleimhaut infizieren. Der Eileiter schwillt dabei an, füllt sich mit Sekret oder Eiter, und das Tier wird durch die Entzündung zunehmend geschwächt. Häufig steht die Salpingitis mit einer vorausgegangenen Legenot oder anderen Problemen des Legeapparats in Verbindung. Weil sich die Entzündung ausbreiten und in eine Blutvergiftung übergehen kann, ist sie ein ernstes Geschehen, das vor allem geschlechtsreife Weibchen betrifft. Eine Eileiterentzündung bleibt selten örtlich begrenzt und belastet rasch den ganzen Körper.
Typische Anzeichen
Anzeichen einer Eileiterentzündung sind:
- aufgeblähter, druckempfindlicher Bauch
- Teilnahmslosigkeit und Schwäche
- erfolgloses Pressen
- Appetitlosigkeit
- übel riechender Ausfluss aus der Kloake
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- zurückgehaltene oder zersetzte Eier
- vorausgegangene Legenot
- aufsteigende bakterielle Infektionen
- Kalziummangel
Was Sie tun können
Sorgen Sie für einen ruhigen, warmen Platz und einen geeigneten Eiablageplatz und vermeiden Sie Stress. Beobachten Sie den Allgemeinzustand genau, da die Erkrankung rasch fortschreiten kann.
Eileiterentzündung (Salpingitis) bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei einem aufgeblähten Bauch, zunehmender Schwäche, Fressunlust oder Ausfluss aus der Kloake ist tierärztliche Hilfe nötig, da eine Eileiterentzündung lebensbedrohlich werden kann. Weil diese Erkrankung als dringend gilt, sollten Sie solche Anzeichen bei einem Weibchen nicht abwarten, sondern zeitnah abklären lassen. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn die Schwäche und Teilnahmslosigkeit zunehmen, wenn übel riechender Ausfluss bei aufgeblähtem Bauch auftritt oder wenn das Tier zusammenbricht oder apathisch wird. In diesen Fällen sollten Sie unverzüglich einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Auch wenn eine vorangegangene Legenot bekannt ist und das Tier sich danach nicht erholt, ist eine Kontrolle sinnvoll. Je früher die Entzündung erkannt wird, desto besser lässt sich verhindern, dass sie in eine gefährliche Blutvergiftung übergeht.