Was ist das?
Als Blasenschwäche bezeichnet man eine nachlassende Funktion des Blasenschließmuskels, der die Harnblase normalerweise zuverlässig verschließt. Lässt seine Spannkraft nach, kann er dem Druck der gefüllten Blase nicht mehr standhalten, sodass ungewollt kleine Mengen Urin entweichen, besonders im entspannten Zustand oder im Schlaf. Auffällig ist häufig ein feuchter Schlafplatz oder Harntröpfeln im Liegen. Häufig spielen hormonelle Veränderungen eine Rolle, weshalb vor allem ältere Hunde und kastrierte Hündinnen betroffen sind. Die Blasenschwäche ist eng mit der Harninkontinenz verwandt und beschreibt gewissermaßen deren häufigste Ursache. Für den Hund ist der Harnverlust selbst meist nicht schmerzhaft, kann aber die Haut reizen und den Schlafplatz durchnässen. In der Regel ist eine Blasenschwäche gut behandelbar, wenn die Ursache geklärt ist.
Typische Anzeichen
Eine Blasenschwäche äußert sich vor allem durch ungewollten Harnverlust.
- Harntröpfeln im Liegen oder Schlafen
- nasse Stellen am Liegeplatz
- feuchtes Fell im Genitalbereich
- vermehrtes Lecken der Geschlechtsregion
- gelegentlich Hautreizungen durch Nässe
Mögliche Ursachen
Ein nachlassender Blasenverschluss kann mehrere Ursachen haben.
- hormonelle Veränderungen nach der Kastration
- höheres Lebensalter
- Schwächung des Bindegewebes
- Übergewicht mit erhöhtem Druck auf die Blase
- begleitende Harnwegsinfektionen
Was Sie tun können
Bieten Sie eine waschbare, saugfähige Liegefläche an und halten Sie den Genitalbereich sauber und trocken. Ermöglichen Sie häufiges Lösen und achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht. Bestrafen Sie das unbeabsichtigte Nässen nicht.
Blasenschwäche beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie wiederkehrenden, unwillkürlichen Harnverlust tierärztlich abklären, um die Ursache zu bestimmen und Begleitprobleme wie eine Blasenentzündung auszuschließen. Auch wenn eine Blasenschwäche meist keinen akuten Notfall darstellt, sollte sie nicht dauerhaft hingenommen werden, da sie sich in vielen Fällen gut behandeln lässt und die Haut sonst gereizt werden kann. Beobachten Sie, in welchen Situationen und wie häufig Urin verloren geht, und halten Sie dies für die Praxis fest. Bei plötzlichem Beginn, bei zusätzlichem Pressen, Schmerzen, Blut im Urin oder wenn Ihr Hund kaum noch selbst Wasser lässt, sollte die Untersuchung zeitnah erfolgen. Solche Begleitzeichen können auf ein ernsteres Problem der Harnwege oder der Nerven hindeuten, das genauer betrachtet werden sollte.