Was bedeutet das?
Eine Zehenverfärbung liegt vor, wenn eine oder mehrere Zehen ihre normale Farbe verlieren und blass, bläulich oder schwarz werden. Besonders schwarze, kalte Zehen deuten auf eine gestörte Durchblutung und ein Absterben des Gewebes hin. Häufige Ursachen sind eingeschnürte Fäden oder Fasern, die sich unbemerkt um eine Zehe gewickelt haben und die Blutzufuhr abschnüren, außerdem Verletzungen, Räudemilben oder allgemeine Durchblutungsstörungen. Eine absterbende Zehe ist schmerzhaft und kann sich entzünden, wenn das Gewebe abstirbt. Weil eine abgeschnürte Zehe ohne rasche Hilfe verloren gehen kann, ist genaue Beobachtung wichtig. Achten Sie darauf, ob eine Zehe kalt, dunkel oder geschwollen ist, ob ein Faden zu erkennen ist und ob der Vogel den Fuß schont oder das Bein hochzieht.
Worauf Sie achten sollten
Untersuchen Sie die verfärbten Zehen:
- dunkle, schwarze oder bläuliche Verfärbung
- kalte, gefühllose Zehe
- eingeschnürte Stelle durch Faden oder Faser
- Schwellung oder Krusten
- Bepicken der Zehe
Zehenverfärbung bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine verfärbte, kalte oder eingeschnürte Zehe sollte rasch tierärztlich versorgt werden, da das Gewebe sonst absterben kann. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn eine Zehe schwarz verfärbt und kalt ist und eine deutlich eingeschnürte Stelle zeigt, etwa durch einen aufgewickelten Faden, denn dann ist die Durchblutung bereits unterbrochen. Suchen Sie in diesem Fall umgehend tierärztliche Hilfe, ohne einen Termin abzuwarten. Auch wenn eine Zehe blass oder bläulich wird, sich eine Einschnürung abzeichnet oder der Vogel den Fuß stark schont, sollten Sie zügig handeln, da sich eine gestörte Durchblutung innerhalb kurzer Zeit verschlimmern kann. Je schneller die Ursache beseitigt wird, desto größer ist die Chance, die Zehe zu erhalten und ein Absterben des Gewebes zu verhindern.