Was bedeutet das?
Ein schlechtes Allgemeinbefinden ist ein insgesamt gestörter Gesamtzustand, der sich aus mehreren unspezifischen Zeichen zusammensetzt, ohne dass ein einzelnes Symptom im Vordergrund steht. Es ist ein Anzeichen und keine eigene Krankheit, aber ein wichtiges Warnsignal. Das Pferd wirkt matt, teilnahmslos, frisst weniger, hängt mit dem Kopf, sondert sich ab oder reagiert verzögert. Dahinter können sehr unterschiedliche Ursachen stehen, von Fieber und Infektionen über Schmerzen und Stoffwechselstörungen bis zu einer beginnenden Kolik oder Atemwegserkrankung. Weil der Gesamtzustand viel über die Gesundheit verrät, ist ein deutlich verändertes Befinden ernst zu nehmen. Achten Sie darauf, ob das Pferd frisst, trinkt, Kot absetzt und wie Atmung, Haltung und Aufmerksamkeit im Vergleich zum gewohnten Bild sind.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf das Gesamtbild:
- Mattigkeit und Teilnahmslosigkeit
- Fressunlust
- Fieber oder veränderte Schleimhäute
- verändertes Verhalten
Schlechtes Allgemeinbefinden beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei deutlich gestörtem Allgemeinbefinden sollten Sie den Tierarzt hinzuziehen, da mehrere unspezifische Zeichen oft auf eine ernstere Erkrankung hinweisen. Wirkt das Pferd über Stunden matt, frisst wenig oder zeigt Fieber, ist eine Untersuchung sinnvoll, um die Ursache einzugrenzen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Befinden stark gestört ist und das Pferd apathisch wirkt, kaum noch reagiert oder festliegt. Ebenso dringend ist ein schlechtes Befinden mit Kolik- oder Atemnotanzeichen, etwa Umsehen zum Bauch, Wälzen, Schwitzen oder angestrengter Atmung. Dann rufen Sie umgehend den Tierarzt und warten nicht ab. Beobachten Sie bis dahin Atmung, Fress- und Trinkverhalten sowie den Kotabsatz und halten Sie das Pferd ruhig, bis Hilfe eintrifft.