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Piroplasmose beim Pferd: Anzeichen und was hilft

Pferde★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Die Piroplasmose ist eine durch Zecken übertragene Infektion mit einzelligen Blutparasiten (Babesia bzw. Theileria). Nach dem Zeckenstich befallen die Erreger die roten Blutkörperchen und zerstören sie, wodurch dem Pferd Sauerstoffträger verloren gehen. Typische Folgen sind Fieber, zunehmende Mattigkeit, blasse oder gelbliche Schleimhäute und eine ausgeprägte Blutarmut. Beim Zerfall der Blutkörperchen kann sich der Harn dunkel verfärben. Die Erkrankung kommt vor allem in Regionen mit den entsprechenden Zeckenarten vor und wird auch durch Reisen dorthin bedeutsam. Der Verlauf reicht von milden bis zu schweren, lebensbedrohlichen Formen. Wegen der Zerstörung roter Blutkörperchen und der möglichen Kreislaufbelastung zählt die Piroplasmose zu den ernst zu nehmenden, durch Zecken übertragenen Erkrankungen des Pferdes.

Typische Anzeichen

Die Erkrankung zeigt sich im Allgemeinbefinden:

  • Fieber und Mattigkeit
  • blasse oder gelbliche Schleimhäute
  • Appetitlosigkeit
  • dunkler Harn in schweren Fällen

Mögliche Ursachen

Die Infektion ist an Zecken gebunden:

  • Stich infizierter Zecken
  • Aufenthalt in Endemiegebieten
  • Übertragung über Blut
  • fehlender Zeckenschutz

Was Sie tun können

Suchen Sie Ihr Pferd regelmäßig nach Zecken ab und entfernen Sie diese rasch. Bei Reisen in Endemiegebiete ist besondere Vorsicht geboten.

Piroplasmose beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?

Die Piroplasmose ist als dringend einzustufen, weshalb Sie bei Fieber und Schwäche zeitnah handeln sollten. Zeigt Ihr Pferd Fieber, deutliche Mattigkeit, Leistungsabfall und blasse oder gelbliche Schleimhäute, besonders nach Zeckenkontakt oder einem Aufenthalt in betroffenen Regionen, sollten Sie zeitnah den Tierarzt rufen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn der Harn dunkel bis rotbraun verfärbt ist, wenn das Pferd hochgradig schwach wird oder festliegt oder wenn eine beschleunigte Atmung mit blassen Schleimhäuten auftritt; dann holen Sie umgehend tierärztliche Hilfe. Halten Sie das Pferd in dieser Situation ruhig und vermeiden Sie jede Belastung. Erwähnen Sie gegenüber dem Tierarzt unbedingt bekannte Zeckenstiche oder Auslandsaufenthalte, da diese Angaben für die Einordnung der Beschwerden wichtig sind.

Wann wird es zum Notfall?
  • Dunkler bis rotbrauner Harn
  • Hochgradige Schwäche oder Festliegen
  • Beschleunigte Atmung mit blassen Schleimhäuten
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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.