Was bedeutet das?
Eine verminderte Hautelastizität zeigt sich, wenn eine an Hals oder Schulter angehobene Hautfalte nur langsam wieder zurückgeht, statt sofort zu verstreichen. Sie ist ein Anzeichen und keine eigene Krankheit, aber ein wichtiges Zeichen für einen Flüssigkeitsmangel (Dehydration) des Pferdes. Ursachen sind oft zu geringes Trinken, hoher Flüssigkeitsverlust durch Durchfall, starkes Schwitzen oder Fieber sowie Erkrankungen, bei denen das Pferd nicht ausreichend trinkt. Weil ein Flüssigkeitsmangel den Kreislauf und die Organe belastet, ist eine stehende Hautfalte ein ernst zu nehmendes Warnsignal. Achten Sie zusätzlich darauf, ob die Schleimhäute trocken und klebrig wirken, ob das Pferd matt ist und wie viel es trinkt und frisst, um das Ausmaß der Austrocknung besser einzuschätzen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Hautfalte und Begleitzeichen:
- langsam zurückgehende Hautfalte
- trockene Schleimhäute
- eingefallene Augen
- Durchfall oder verminderte Wasseraufnahme
Verminderte Hautelastizität beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei deutlich verminderter Hautelastizität sollten Sie zeitnah den Tierarzt rufen, da eine Austrocknung dahintersteckt, die behandelt werden muss. Trinkt das Pferd wenig, hat es Durchfall oder schwitzt es stark, und geht die Hautfalte verzögert zurück, ist eine rasche Untersuchung wichtig. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn eine stehende Hautfalte mit Schwäche, mattem Blick, trockenen Schleimhäuten oder Festliegen einhergeht. Ebenso dringend ist eine Austrocknung, die mit Kolikanzeichen wie Umsehen zum Bauch, Scharren oder Wälzen verbunden ist. Dann rufen Sie umgehend den Tierarzt und warten nicht ab. Bieten Sie dem Pferd bis dahin frisches, sauberes Wasser an, beobachten Sie das Trinkverhalten und vermeiden Sie zusätzliche Belastung, bis Hilfe eintrifft.