Was ist das?
Eine Darmentzündung, je nach Abschnitt als Enteritis oder Colitis bezeichnet, ist eine Entzündung der Darmschleimhaut beim Pferd. Die entzündete Schleimhaut kann Nährstoffe und Flüssigkeit nicht mehr richtig aufnehmen, sodass die Verdauung und der Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten. Typische Folgen sind Durchfall, Bauchschmerzen und ein Verlust an Flüssigkeit, der das Pferd rasch schwächt. Auslöser können Infektionen mit Bakterien oder Viren, Parasiten, verdorbenes Futter, ein plötzlicher Futterwechsel oder bestimmte Medikamente sein. Vor allem heftige Verläufe mit wässrigem Durchfall führen schnell zu Austrocknung und Kreislaufproblemen. Weil sich eine schwere Darmentzündung rasch verschlechtern und lebensbedrohlich werden kann, ist eine aufmerksame Beobachtung und zeitnahe Abklärung wichtig.
Typische Anzeichen
Die Entzündung zeigt sich am Verdauungstrakt:
- wässriger Durchfall
- Mattigkeit und Schwäche
- Fieber
- Anzeichen von Austrocknung
Mögliche Ursachen
Verschiedene Auslöser kommen infrage:
- bakterielle oder virale Infektionen
- starker Parasitenbefall
- Futterumstellung oder verdorbenes Futter
- bestimmte Medikamente
Was Sie tun können
Sorgen Sie für ausreichend frisches Wasser und beobachten Sie das Pferd genau. Vermeiden Sie plötzliche Futterwechsel und rufen Sie bei starkem Durchfall den Tierarzt.
Darmentzündung beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Wenn Ihr Pferd wässrigen Durchfall zeigt und dabei fiebert, matt wirkt oder nicht mehr frisst, sollten Sie zeitnah den Tierarzt rufen, da eine Darmentzündung rasch zu Austrocknung führen kann. Auch anhaltender oder blutiger Durchfall gehört abgeklärt. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage bei wässrigem Durchfall mit hohem Fieber, bei Kreislaufschwäche oder Festliegen sowie bei kolikartigen Schmerzen mit Wälzen und starker Unruhe. In diesen Fällen müssen Sie den Tierarzt umgehend verständigen, denn das Pferd verliert schnell viel Flüssigkeit und kann in einen bedrohlichen Zustand geraten. Sorgen Sie bis zum Eintreffen der Hilfe für Ruhe und beobachten Sie Kot, Trinkverhalten und Allgemeinbefinden genau, damit Sie dem Tierarzt wichtige Hinweise geben können.