Was bedeutet das?
Verminderte Aktivität bedeutet, dass ein Kaninchen deutlich weniger umherläuft, hüpft, erkundet und spielt als gewohnt und mehr Zeit ruhend verbringt. Das ist bedeutsam, weil gesunde Kaninchen, besonders in den aktiven Zeiten am frühen Morgen und am Abend, neugierig, lebhaft und unternehmungslustig sind. Ein deutlicher Rückgang der Aktivität kann auf Schmerzen, etwa in Gelenken, Rücken oder Maul, auf Gelenkprobleme oder auf eine allgemeine Erkrankung hinweisen. Da Kaninchen als Beutetiere Beschwerden instinktiv verbergen, ist nachlassende Munterkeit oft eines der ersten und wichtigsten Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Deshalb lohnt es sich, das gewohnte Bewegungs- und Spielverhalten sowie den Tagesrhythmus des Tieres genau im Blick zu behalten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf das Aktivitätsniveau:
- Bewegt sich das Tier deutlich weniger als sonst
- Ruht es ungewöhnlich viel
- Bewegt es sich steif oder vorsichtig
- Frisst und trinkt es noch normal
- Hat sich das Verhalten plötzlich geändert
Verminderte Aktivität beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltend verminderte Aktivität sollte tierärztlich abgeklärt werden, da meist Schmerzen oder eine Erkrankung dahinterstecken, die sich ohne Untersuchung nur schwer erkennen lassen. Beobachten Sie, ob das Tier weiter frisst, Kot absetzt und normal trinkt, und vergleichen Sie sein Verhalten mit den gewohnten aktiven Zeiten. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Aktivität stark vermindert ist und das Kaninchen zugleich apathisch und teilnahmslos wirkt, oder wenn eine plötzliche Trägheit mit Fressunlust einhergeht. Da hinter solchen Kombinationen oft eine gefährliche Magen-Darm-Stase oder ein anderer ernster Zustand steckt, sollten Sie in diesen Fällen umgehend eine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen.