Was bedeutet das?
Eine verklebte Nase bedeutet, dass die Nasenlöcher durch eingetrocknetes Sekret verkrustet, verschmiert oder verstopft sind. Das ist bedeutsam, weil Kaninchen vorwiegend durch die Nase atmen und kaum auf die Maulatmung ausweichen können. Eine verstopfte Nase erschwert das Atmen daher erheblich und belastet das Tier. Meist ist die Verklebung ein Zeichen eines Kaninchenschnupfens oder einer anderen Atemwegsinfektion, bei der vermehrt eitriges Sekret gebildet wird, das an den Nasenlöchern antrocknet. Oft verkleben zusätzlich die Innenseiten der Vorderpfoten, weil sich das Tier die Nase daran putzt. Weil eine behinderte Atmung schnell kritisch werden kann, ist es wichtig, die Nase und die Atmung aufmerksam zu beobachten und auf zunehmende Anstrengung zu achten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf den Zustand der Nase und die Atmung:
- Sind die Nasenlöcher verkrustet oder verstopft
- Welche Farbe hat das Sekret
- Sind die Innenseiten der Vorderpfoten verklebt
- Atmet das Tier hörbar oder angestrengt
- Niest es zusätzlich
Verklebte Nase beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine verklebte Nase mit erschwerter Atmung oder eitrigem Ausfluss sollte zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, da meist eine Atemwegsinfektion zugrunde liegt, die behandelt werden muss, bevor sie sich auf die tieferen Atemwege ausbreitet. Ein sofortiger Notfall besteht, wenn deutliche Atemnot hinzukommt, das Tier also angestrengt, mit weit geöffneten Nüstern oder unter Einsatz der Bauchmuskeln atmet, oder wenn zum eitrigen Ausfluss Teilnahmslosigkeit tritt. Dann braucht das Kaninchen umgehend Hilfe, weil ihm buchstäblich die Luft fehlt. Warten Sie in solchen Fällen nicht bis zum nächsten Tag, sondern suchen Sie den tierärztlichen Notdienst auf. Bei nur leicht verklebter Nase ohne Atemnot genügt zunächst ein zeitnaher regulärer Termin.