Was bedeutet das?
Veränderter Kot bedeutet, dass die Köttel in Menge, Größe, Form oder Beschaffenheit von den gewohnten, gleichmäßig runden und trockenen Kügelchen abweichen. Das ist bedeutsam, weil der Kot ein wichtiger und leicht beobachtbarer Gradmesser für die Verdauung des Kaninchens ist. Sehr kleine, verformte, an Fäden aufgereihte, miteinander verbundene oder deutlich zu wenige Köttel weisen auf eine Störung der Darmtätigkeit hin. Ursachen sind oft eine unpassende Fütterung, zu wenig Bewegung, Schmerzen, Stress oder eine beginnende Magen-Darm-Stase, bei der sich der Darm verlangsamt. Weil Kaninchen ständig Kot absetzen, ist eine Veränderung ein frühes Warnzeichen, das durch tägliches Beobachten von Menge und Aussehen der Köttel gut erkennbar ist.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf die Veränderungen des Kots:
- Sind die Köttel kleiner, verformt oder durch Haare verbunden
- Hat die Kotmenge abgenommen
- Ist der Kot weich oder breiig
- Frisst das Tier noch normal
- Hat sich die Fütterung geändert
Veränderter Kot beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Deutlich veränderter Kot sollte tierärztlich abgeklärt werden, da er ein frühes Zeichen einer Verdauungsstörung sein kann, die sich unbehandelt rasch zuspitzt. Beobachten Sie, ob das Tier weiter frisst und trinkt, und bieten Sie frisches Heu, Wasser und Gelegenheit zur Bewegung an. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn der Kot stark verändert ist und das Kaninchen zugleich das Fressen einstellt, denn dann droht eine gefährliche Magen-Darm-Stase. Auch der Übergang in einen völlig fehlenden Kotabsatz über mehrere Stunden ist ein Alarmzeichen. Da bei einer Stase jede Stunde zählt, sollten Sie in diesen Fällen nicht abwarten, sondern umgehend eine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen.