Was bedeutet das?
Unruhe bedeutet, dass ein Kaninchen ruhelos umherwandert, sich häufig umlagert, scharrt und einfach nicht zur Ruhe kommt. Das ist bedeutsam, weil Kaninchen normalerweise ausgedehnte Ruhephasen einlegen und viel dösen. Anhaltende Ruhelosigkeit ist daher ein Signal, dass etwas nicht stimmt. Dahinter können Schmerzen stecken, etwa im Bauch oder an den Gelenken, ebenso quälender Juckreiz, eine volle oder gereizte Blase, Überhitzung an heißen Tagen oder Stress durch die Umgebung. Auch hormonelle Ursachen wie eine Scheinträchtigkeit kommen infrage. Weil das Verhalten so viele mögliche Auslöser hat, ist es wichtig, die Begleitumstände zu beobachten, etwa Fressverhalten, Kotabsatz und Atmung, um einzuordnen, wie ernst die Unruhe zu nehmen ist.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf mögliche Auslöser:
- Wirkt das Tier schmerzgeplagt oder kratzt es sich
- Presst es häufig oder hockt es oft hin
- Ist es warm und könnte das Tier überhitzt sein
- Hat sich an der Haltung etwas geändert
- Frisst und kotet es normal
Unruhe beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltende Unruhe sollte tierärztlich abgeklärt werden, da Schmerzen, eine Erkrankung der Harnwege, Juckreiz oder Überhitzung dahinterstecken können und sich manche dieser Ursachen rasch verschlechtern. Achten Sie darauf, ob das Tier zugleich frisst, Kot absetzt und normal atmet, denn diese Beobachtungen helfen bei der Einordnung. Ein sofortiger Notfall besteht, wenn zur starken Unruhe deutliche Schmerzzeichen wie Zähneknirschen und eine gekrümmte Haltung kommen oder wenn das Kaninchen bei Hitze ruhelos ist und zugleich hechelt, da dann ein gefährlicher Hitzschlag drohen kann. In solchen Fällen sollten Sie sofort handeln, das Tier an einen kühlen, ruhigen Ort bringen und umgehend tierärztliche Hilfe suchen, statt die Ruhelosigkeit weiter zu beobachten.