Was bedeutet das?
Trübe Augen bedeuten, dass die normalerweise klare Struktur des Auges milchig, grau, bläulich oder wolkig erscheint. Die Trübung kann in der Linse liegen, etwa beim Grauen Star, bei dem die Linse zunehmend undurchsichtig wird, oder in der Hornhaut, etwa durch Entzündungen, Verletzungen oder Wassereinlagerung. Auch ein erhöhter Augeninnendruck oder altersbedingte Veränderungen der Linse können ein Auge trüber wirken lassen. Je nach Ursache ist das Sehvermögen mehr oder weniger beeinträchtigt, manche Hunde stoßen an Möbel, werden unsicher in fremder Umgebung oder scheuen helles Licht. Eine harmlose altersbedingte Linsentrübung lässt sich äußerlich nur schwer von einer krankhaften Trübung unterscheiden. Da manche Ursachen das Sehvermögen bedrohen oder mit Schmerzen einhergehen, sollte eine neu auftretende Trübung ernst genommen werden.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie darauf, ob ein oder beide Augen betroffen sind und ob die Trübung gleichmäßig grau, milchig oder eher bläulich wirkt. Beobachten Sie, ob Ihr Hund unsicher läuft, an Gegenstände stößt, zögerlich Treppen nimmt oder in der Dämmerung schlechter zurechtkommt. Wichtig sind Begleitzeichen wie Rötung, Tränen, Zusammenkneifen, Reiben am Auge oder Lichtscheu, da sie auf Schmerz oder Entzündung hindeuten. Notieren Sie, ob die Trübung plötzlich oder schleichend aufgetreten ist und wie schnell sie zunimmt. Achten Sie auch auf begleitendes vermehrtes Trinken oder Abgeschlagenheit.
Trübe Augen beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine neu bemerkte Augentrübung sollte tierärztlich abgeklärt werden, um harmlose Alterserscheinungen von behandlungsbedürftigen Erkrankungen zu unterscheiden. Vereinbaren Sie einen zeitnahen Termin, wenn die Trübung zunimmt, das Sehvermögen erkennbar nachlässt oder Ihr Hund unsicher wird. Rascher, möglichst am selben Tag, sollten Sie handeln, wenn das Auge zusätzlich stark gerötet, schmerzhaft oder tränend ist, zusammengekniffen wird oder die Trübung plötzlich aufgetreten ist, denn dann können ein erhöhter Augeninnendruck oder eine akute Entzündung vorliegen. Auch wenn beide Augen rasch trüb werden und Ihr Hund gleichzeitig vermehrt trinkt oder matt wirkt, ist eine baldige Untersuchung sinnvoll. Verzögern Sie die Abklärung nicht, da manche Ursachen das Sehvermögen bedrohen.