Was bedeutet das?
Wenn ein Vogel wiederholt von der Sitzstange fällt, deutet das auf eine ernste Schwäche, eine Gleichgewichtsstörung oder einen Krampfanfall hin. Gesunde Vögel halten sich mit ihren Füßen sicher fest, selbst im Schlaf, denn der Greifreflex funktioniert automatisch. Kommt es zu Stürzen, kann das durch Kreislaufprobleme, neurologische Erkrankungen, Vergiftungen, hochgradige allgemeine Schwäche oder eine Störung des Gleichgewichtssinns verursacht werden. Auch Schmerzen oder ein Problem mit den Füßen können dazu führen, dass der Halt nicht mehr gelingt. Ein Vogel, der am Boden sitzt, weil er nicht mehr auf die Stange gelangt, ist meist bereits deutlich krank. Solche Stürze sind daher ein wichtiges Warnzeichen, das man ernst nehmen und beobachten sollte.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie das Sitzverhalten:
- wiederholtes Fallen von der Stange
- Sitzen am Käfigboden
- Festklammern oder unsicheres Greifen
- begleitendes Taumeln oder Zittern
- Mattigkeit
Sturz von der Sitzstange bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Wiederholte Stürze von der Sitzstange sind ein ernstes Zeichen und sollten rasch tierärztlich abgeklärt werden, da meist eine erhebliche Schwäche oder eine Nervenstörung dahintersteckt. Ein sofortiger Notfall besteht, wenn der Vogel wiederholt fällt und am Boden sitzt, sich nicht mehr aufrichten kann oder zusätzlich benommen ist, zuckt oder schwer atmet. Legen Sie in der Zwischenzeit die Sitzstangen tief an oder entfernen Sie sie, polstern Sie den Käfigboden ab und stellen Sie Futter und Wasser in Bodennähe bereit, damit der Vogel sie ohne Klettern erreicht. Sorgen Sie für Wärme und Ruhe. Da Vögel Krankheiten lange verbergen, ist ein Vogel, der bereits die Stange nicht mehr halten kann, in der Regel deutlich erkrankt und braucht zügig Hilfe.