Was bedeutet das?
Schnupfen bedeutet eine Entzündung der Nasenschleimhaut Ihres Nagetiers, fachlich Rhinitis genannt, die sich durch Nasenausfluss, Niesen und verklebte Nasenlöcher zeigt. Anfangs kann das Sekret klar und wässrig sein und auf eine Reizung etwa durch Staub oder Zugluft hindeuten. Wird der Ausfluss dagegen dicklich, gelblich oder eitrig, spricht das für eine bakterielle Infektion. Gerade bei Nagetieren ist ein hartnäckiger Schnupfen ernst zu nehmen, weil sich die Erreger leicht auf die tieferen Atemwege und die Lunge ausbreiten und eine gefährliche Lungenentzündung nach sich ziehen können. Beobachten Sie deshalb Farbe und Menge des Ausflusses, ob beide Nasenlöcher betroffen sind und ob das Tier zusätzlich matt wirkt, schlechter frisst oder angestrengt atmet, um den Verlauf gut einzuschätzen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Nase und Atmung:
- Klarer oder eitriger Nasenausfluss
- Verklebte Nasenlöcher und Pfoten
- Häufiges Niesen
- Pfeifende Atemgeräusche
Schnupfen bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltender oder eitriger Schnupfen sollte zeitnah tierärztlich behandelt werden, damit sich die Infektion nicht auf die Lunge ausbreitet. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn der Ausfluss dicklich oder gelblich wird, mehrere Tage anhält oder das Tier zusätzlich niest, matt wirkt und schlechter frisst. Zum sofortigen Notfall wird die Situation, wenn der Schnupfen mit Atemnot einhergeht, das Tier also schwer, schnell oder mit offenem Maul atmet, denn dann ist bereits die Lunge betroffen und das Tier muss unverzüglich versorgt werden. Fahren Sie dann umgehend in die nächste Tierklinik. Halten Sie das Tier bis dahin warm, ruhig und zugluftfrei und sorgen Sie für staubarme Einstreu. Warten Sie bei einem hartnäckigen Schnupfen nicht zu lange ab, da er sich unbehandelt oft verschlimmert und schwerer heilt.