Was ist das?
Die Mykoplasmose ist eine sehr häufige, chronische Atemwegserkrankung bei Ratten und Mäusen, die durch Mykoplasmen verursacht wird. Das sind besondere Bakterien ohne feste Zellwand. Viele Tiere tragen die Erreger ein Leben lang in sich, ohne dass sie ausbrechen. Unter Stress oder bei schlechter Haltung können die Mykoplasmen jedoch eine fortschreitende Schädigung der Atemwege auslösen, die nicht vollständig heilbar ist und sich schubweise verschlechtert.
Typische Anzeichen
Die Mykoplasmose betrifft vor allem die Atemwege:
- Knackende, rasselnde oder pfeifende Atemgeräusche
- Häufiges Niesen
- Rötliches Sekret an Augen und Nase (sogenanntes Porphyrin)
- Atemnot in Schüben
- Gewichtsverlust und struppiges Fell bei fortgeschrittenem Verlauf
Mögliche Ursachen
Der Ausbruch hängt stark von den Lebensbedingungen ab:
- Dauerhafte Besiedlung mit Mykoplasmen, oft schon von Geburt an
- Stress durch Umzug, Einzelhaltung oder Gruppenkonflikte
- Schlechte Luft mit hohem Ammoniakgehalt und Staub
- Begleitinfektionen, die die Abwehr schwächen
Was Sie tun können
Sorgen Sie für saubere, staubarme und gut belüftete Haltung ohne Zugluft und reduzieren Sie Stress. Eine zugfreie, warme Umgebung kann Schübe mildern. Heilbar ist die Erkrankung nicht, aber gut kontrollierbar.
Wann zum Tierarzt
Bei Atemgeräuschen, Atemnot oder rötlichem Sekret sollten Sie tierärztlichen Rat einholen, um die Schübe zu behandeln und die Lebensqualität zu erhalten.