Was bedeutet das?
Schleim oder Ausfluss an der Nase weist auf eine Entzündung oder Reizung der Atemwege hin. Die Nasenschleimhaut bildet bei einer Reizung oder Infektion vermehrt Sekret, das aus den Nasenlöchern läuft. Bei Schildkröten spricht man in diesem Zusammenhang oft vom Schnupfen. Bleibt der Ausfluss bestehen, kann er antrocknen, die Nasenlöcher verkrusten und sich die Entzündung tiefer in die Atemwege ausbreiten. Ungünstige Haltungsbedingungen wie zu niedrige Temperaturen, Zugluft oder zu trockene oder zu feuchte Luft begünstigen die Entstehung. Achten Sie darauf, ob der Ausfluss klar, schleimig oder eitrig ist, ob nur ein oder beide Nasenlöcher betroffen sind und ob zusätzlich Atemgeräusche oder Schwäche auftreten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Hinweise:
- ob das Sekret wässrig, schleimig oder eitrig ist
- ob die Nasenlöcher verkrusten
- Atemgeräusche oder Maulatmung
- Temperatur und Luftfeuchtigkeit
- Begleitzeichen wie Appetitlosigkeit
Schleim oder Ausfluss an der Nase bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltender Nasenausfluss sollte tierärztlich abgeklärt werden, besonders wenn Atemprobleme, ein verändertes Fressverhalten oder Schwäche hinzukommen, da sich aus einem Schnupfen eine tiefergehende Atemwegserkrankung entwickeln kann. Auch geringer, aber immer wiederkehrender Ausfluss ist ein Grund zur Kontrolle. Zu einem sofortigen Notfall wird es, wenn der Schleim mit einer Maulatmung und Schwäche verbunden ist oder wenn ein eitriger Ausfluss mit Apathie auftritt. Dann sollten Sie zeitnah einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Prüfen Sie in der Zwischenzeit die Temperatur und die Luftverhältnisse, vermeiden Sie Zugluft und halten Sie das Tier warm und ruhig, da diese Bedingungen die Atemwege entlasten und die Abwehr des Tieres unterstützen.