Was bedeutet das?
Beim Rückwärtsniesen zieht ein Hund anfallartig und geräuschvoll Luft durch die Nase ein, oft mit gestrecktem Hals, steifer Körperhaltung und schnaubenden oder grunzenden Geräuschen. Für viele Halter wirkt das beunruhigend, weil es aussieht, als bekäme der Hund keine Luft. Tatsächlich ist Rückwärtsniesen aber in den allermeisten Fällen harmlos und geht nach einigen Sekunden bis wenigen Minuten von selbst wieder vorbei. Ausgelöst wird es durch eine vorübergehende Reizung im Nasen-Rachen-Bereich, etwa durch Staub, Aufregung, schnelles Trinken, Zug am Halsband oder Temperaturwechsel. Wie häufig die Anfälle auftreten, wie lange sie dauern und ob zwischendurch Beschwerden bestehen, ist dennoch beobachtenswert, um seltene ernstere Ursachen nicht zu übersehen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf den typischen Ablauf und mögliche Auslöser.
- anfallartiges, geräuschvolles Einziehen von Luft
- normale Atmung und Verhalten zwischen den Anfällen
- typische Auslöser wie Aufregung, Staub oder Halsband-Zug
- Häufigkeit und Dauer der Anfälle
- Begleitsymptome wie Nasenausfluss oder Husten
Rückwärtsniesen beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
In der Regel ist Rückwärtsniesen harmlos und erfordert keine Behandlung; oft hilft es schon, den Hund zu beruhigen oder ihn kurz sanft abzulenken, bis der Anfall vorbei ist. Eine tierärztliche Abklärung ist ratsam, wenn die Anfälle sehr häufig auftreten, ungewöhnlich lange dauern, sich merklich häufen oder Ihr Hund zwischen den Episoden auffällt, etwa durch Nasenausfluss, Niesen oder erschwerte Atmung. Zu einem Fall, der rasches Handeln erfordert, wird die Situation, wenn ein Anfall nicht abklingt und Ihr Hund dabei erschöpft, wenn zwischen den Anfällen Atemnot besteht oder sich die Schleimhäute bläulich verfärben. Dann sollten Sie nicht abwarten. Ansonsten genügt es, die Häufigkeit im Blick zu behalten und mögliche Auslöser zu vermeiden.