Was bedeutet das?
Niesen ist ein Reflex, mit dem die Nase Reizstoffe, Staub, Pollen oder Sekret schlagartig nach außen befördert. Gelegentliches Niesen ist völlig normal und harmlos, etwa wenn ein Hund intensiv geschnüffelt hat oder Staub aufgewirbelt wurde. Tritt das Niesen jedoch gehäuft, anfallartig oder zusammen mit Nasenausfluss auf, können Reizstoffe, Allergien, Infektionen der oberen Atemwege oder ein in die Nase geratener Fremdkörper wie eine Grasgranne dahinterstecken. Auch Zahn- oder Nasenerkrankungen kommen als Ursache infrage. Vor allem einseitiges, hartnäckiges Niesen oder Niesen mit blutigem Ausfluss verdient Aufmerksamkeit. Es lohnt sich, darauf zu achten, wie oft das Niesen auftritt und ob weitere Beschwerden hinzukommen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie, wie häufig und in welchem Zusammenhang Ihr Hund niest.
- Häufigkeit und anfallartiges Auftreten
- ein- oder beidseitiger Nasenausfluss
- Aussehen des Ausflusses (klar, schleimig, eitrig, blutig)
- möglicher Kontakt zu Staub, Pollen oder Gräsern
- Begleitsymptome wie Husten oder Mattigkeit
Niesen beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine tierärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn das Niesen über mehrere Tage anhält, immer heftiger wird oder mit weiteren Anzeichen wie Nasenausfluss, Mattigkeit oder Fressunlust einhergeht. Auch wenn Ihr Hund plötzlich und anfallartig zu niesen beginnt, kann ein Fremdkörper in der Nase die Ursache sein, der zeitnah entfernt werden sollte. Zu einem sofortigen Notfall wird die Situation, wenn das Niesen mit Atemnot verbunden ist, blutiger Nasenausfluss auftritt oder aus einem Nasenloch eitriges Sekret abfließt. In diesen Fällen sollten Sie nicht abwarten. Bei nur gelegentlichem Niesen ohne Begleitsymptome genügt es zunächst, den Hund aufmerksam zu beobachten und mögliche Reizquellen in seiner Umgebung zu meiden.